Fussball

Ikone watscht Bayern ab: "Wieder drauf reingefallen"

Die Bayern gehen mit einem Punkt Vorsprung auf Dortmund in die letzten drei Liga-Runden. Kritik gibt es von Klub-Legende Sepp Maier.
Martin Huber
09.05.2023, 07:05
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"Mia san mia" war für ihn weit mehr als nur eine Floskel. Bayern-Legende Sepp Maier machte über 700 Partien für den deutschen Rekordmeister. Der Torhüter spielte nie für einen anderen Verein.

Maier kritisiert im "kicker" das aktuelle Team der Bayern. Er hinterfragt die Kaderzusammenstellung, für die Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic und Vorstands-Boss Oliver Kahn verantwortlich sind. "Was haben die denn für einen Kader?", fragt Maier rhetorisch und gibt dann selbst die Antwort. "Bei Sadio Mane hieß es: ein super Deal. Aber glaubst du wirklich, dass Pep Guardiola einen super Spieler für 50 Millionen Euro verkauft? Oder dass Jürgen Klopp einen super Spieler gehen lässt? Nein, die lassen keinen super Spieler ziehen."

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Bayern sei bei diesen beiden Transfers "mal wieder nicht schlau" gewesen, der Klub sei "wieder darauf reingefallen. Sie haben Spieler geholt, die woanders nicht mehr gebraucht wurden."

Maier sieht ein grundsätzliches Problem. Zu viele aktuelle Spieler des Bundesliga-Spitzenreiters würden sich nicht mehr wie einst mit dem Verein identifizieren. Bis auf wenige Ausnahmen wie Ur-Bayer Thomas Müller und den Kapitän Manuel Neuer.

"Die zwei spielen schon ewig in München, die dürfen ‚mia san mia‘ sagen und vielleicht noch Joshua Kimmich“, stellt Maier klar. "Ich muss auch zu diesen Wörtern stehen. Ich weiß nicht, ob ‚mia san mia‘ noch zeitgemäß ist. Früher war das anders. Es hat mit Identifikation zu tun, mit Treue und Demut gegenüber dem Verein. Und auch mit einem gewissen Selbstvertrauen."