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Im Starthäuschen herrscht Angst vor Marcel Hirscher

Die Stärke von Marcel Hirscher geht an der Konkurrenz im Ski-Weltcup nicht spurlos vorbei. Sogar die größten Rivalen können nur staunen.
Heute Redaktion
13.09.2021, 18:37

Jetzt ärgert sich nicht einmal mehr Henrik Kristoffersen, wenn Marcel Hirscher gewinnt. Die Gegner stecken den Kopf in den Schnee, und Hirscher tut das, was er am besten kann: Er räumt alles ab, gewinnt jetzt auch Parallel-Rennen. Jene Bewerbe, die er früher nicht so ernst nahm und nach Niederlagen oft scharf kritisierte, die aber doch Anlass genug waren, die Technik zu perfektionieren.

In den Starthäuschen geht die Angst um, wenn Hirscher kommt. Keiner traut es sich zu, ihn zu schlagen. Ich kenne das aus meiner Zeit. In Saalbach, wo heute gefahren wird, verfolgte ich vor dem Finale beim WM-Slalom 1991 Alberto Tomba auf Schritt und Tritt. Er hatte zuvor drei Mal eingefädelt, war nicht ganz auf der Höhe. Das spürte ich. Alberto ging in ein Zelt, ich ging ihm nach, stellte mich neben ihn. Alberto ging raus, ich nix wie nach. Gold holte ich, er wurde Vierter. Ein Jahr später bei Olympia in Albertville probierte ich das wieder. Doch Alberto blieb einfach stehen. Seine Brust war breiter. Er grinste, holte Gold – knapp vor mir