Die Serie geht weiter, in der Immobilienbranche sorgt eine neue Pleite für Aufsehen. Die Heiligenstädter Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Hopfgarten im Brixental hat am Montag beim Landesgericht Innsbruck Insolvenz angemeldet.
Auslöser war laut Insolvenzantrag der Ankauf einer Immobilie in Wien. Das erst 2022 gegründete Unternehmen hatte sich dabei auf Informationen des Verkäufers und des Maklers verlassen.
Nach dem Kauf stellte sich die Situation jedoch anders dar als erwartet. Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) mitteilte, war die Immobilie deutlich schwerer zu vermieten als angenommen.
Dazu kam ein weiteres Problem: Zwei wichtige Mieter gerieten in finanzielle Schwierigkeiten. Beide standen dem Verkäufer wirtschaftlich nahe und fielen schließlich als Einnahmequelle aus.
Für das Unternehmen hat das massive Folgen. Die Verbindlichkeiten liegen laut Angaben bei rund 8,8 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Vermögenswerte von etwa 4,9 Millionen Euro. Damit ist die Firma mit knapp 4 Millionen Euro überschuldet.
Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Emilio Stock aus Kitzbühel bestellt. Die erste Prüfungstagsatzung findet am 29. April statt.