Am Sonntag gegen 11.30 Uhr kam es im Bereich Pinnistal am Stubaier Höhenweg im Gemeindegebiet von Neustift im Stubaital zu einem Lawinenabgang. Am alpinen Steig auf einer Seehöhe von rund 2.000 Höhenmetern wollte ein Schneeschuhwanderer eine 30 Meter breite und bis zu 40 Grad steile Rinne überqueren.
In weiterer Folge löste sich ein Schneebrett, welches den Mann mitriss und verschüttete. Augenzeugen, welche am Steig vor der Rinne warteten, beobachteten den Lawinenabgang und setzten die Rettungskette in Gang. Die Crew des alarmierten Notarzthubschraubers konnte im Zuge eines Überflugs das Signal eines Lawinenverschüttetensuchgeräts empfangen.
In weiterer Folge wurde der leblose Körper des Schneeschuhwanderers durch Kräfte der Bergrettung ausgegraben. Der vor Ort befindliche Notarzt konnte allerdings nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Der Leichnam wurde im Rahmen des Erhebungsfluges durch den Polizeihubschrauber und die Alpinpolizei geborgen und ins Tal geflogen.
Die Sturzbahn der Lawine erstreckte sich über rund 700 Höhenmeter. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete zur Klärung der Todesursache eine Obduktion an. Die Klärung der Identität des Verstorbenen ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen, hieß es am Sonntagabend von der Landespolizeidirektion Tirol.
Im Einsatz standen der Notarzthubschrauber "Christophorus 1", der Polizeihubschrauber "Libelle Tirol", Kräfte der Bergrettung Neustift im Stubaital, sowie ein Bergrettungshundeführer und mehrere Beamte der Alpinpolizei und der zuständigen Polizeiinspektion. Nach Abschluss der Ermittlungen ergehen Berichte an die zuständigen Stellen.