Am Mittwoch wurde Tirol von mehreren Lawinenabgängen heimgesucht. Bereits im Vorfeld hatte der Lawinenwarndienst Wintersportler zur Zurückhaltung aufgefordert. Dennoch kam es in den Vormittagsstunden in Fiss (Bezirk Landeck) zu einer Tragödie.
Wie der "ORF Tirol" unter Berufung auf die örtliche Alpinpolizei berichtet, löste sich gegen 11.00 Uhr ein großes Schneebrett im Skigebiet der Fisser Bergbahnen, welches drei Wintersportler im freien Skiraum erfasste. Eine Person wurde nur teilverschüttet und konnte sich selbst sowie ein weiteres Lawinenopfer bergen. Von einem 71-jährigen Urlauber fehlte jedoch jede Spur.
Der Mann war als einziger nicht mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) ausgerüstet und konnte erst eine Stunde später von den Einsatzkräften geborgen werden. Diese konnten jedoch nicht mehr helfen. Der Urlauber verstarb noch vor Ort.
Eine weitere dramatische Situation spielte sich in Kirchberg im Bezirk Kitzbühel ab. Dort wurde eine Frau von einer Lawine erfasst und musste reanimiert werden – "Heute" berichtete. Sie wurde mit einem Hubschrauber in die Innsbrucker Klinik gebracht. Ein weiterer Mann musste nach einer Lawine im Navistal wiederbelebt werden.
Wie der "ORF Tirol" unter Berufung auf die Leitstelle Tirol berichtet, kam es am Mittwoch bisher zu insgesamt 31 Lawinenabgängen im Bundesland. Für mehrere Gebiete wurde die Lawinenwarnstufe vier ausgegeben.