Experten und Warndienste hatten sich bereits Tage zuvor alarmiert gezeigt. In großen Teilen Österreichs herrschte Lawinenwarnstufe vier. Am Mittwoch gab es alleine in Tirol über 30 Abgänge. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.
Bereits gegen 11:00 Uhr ging in Fiss (Bezirk Landeck) eine Lawine ab. Wie bereits berichtet, wurden dabei drei Menschen von den Schneemassen mitgerissen. Unter ihnen auch ein 71-jähriger Urlauber. Anders als die anderen hatte er kein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) bei sich. Erst nach einer Stunde konnte der Mann von den Einsatzkräften geborgen werden. Für den 71-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.
Zu einem anderen tragischen Todesfall kam es im Tiroler Navistal. Wie der "ORF Tirol" berichtet, wurden dort zwei Tourengeher von einer Lawine mitgerissen. Einer wurde nur teilverschüttet und konnte sich selbst sowie seinen 44 Jahre alten Kollegen bergen. Doch der Deutsche befand sich in kritischem Zustand. Trotz rascher Hilfe seines Kameraden und der Rettungskräfte konnte der Mann nicht gerettet werden.
Dramatische Szenen spielten sich auch in Kirchberg (Bezirk Kitzbühel) ab. Dort wurde ein 21-Jähriger von einer Lawine mitgerissen – zuerst war von einer Frau die Rede gewesen. Ein Kollege des jungen Mannes setzte die Rettungskette in Gang. Der 21-Jährige wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus Innsbruck geflogen.
Auch im benachbarten Bundesland Vorarlberg war am Mittwoch ein Todesfall durch eine Lawine zu beklagen. Im Bereich des Sonnenkopfs im Klostertal wurde ein Mann von den Schneemassen begraben. Auch für ihn kam jede Hilfe zu spät.