Impfmeister Burgenland hat niedrigste Inzidenz in 4. Welle

Ein Blick auf die Statistiken zeigt: Die Impfung drückt die Fallzahlen nach unten. 
Ein Blick auf die Statistiken zeigt: Die Impfung drückt die Fallzahlen nach unten. Mikhail Japaridze / Tass / picturedesk.com
In Salzburg, Kärnten und Oberösterreich schießen die Fallzahlen weiter nach oben. Ein Blick auf die Impfstatistik erklärt den Grund dafür. 

Sieht man sich die Impfquoten in den einzelnen Bezirken an, fällt auf, dass die "Bestwerte" sich den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge (Wien wird dort nur als Gesamtes ausgewiesen und nicht nach den 23 Bezirken aufgeschlüsselt.) auf das zentrale und östliche Niederösterreich sowie das Burgenland konzentrieren. Unter den zehn Bezirken mit den höchsten Impfquoten finden sich je fünf Vertreter aus dem Burgenland und Niederösterreich.

Aktueller Spitzenreiter (Stand Mittwoch 12.48 Uhr) ist der Bezirk Oberpullendorf im Burgenland mit 72,82 Prozent Vollimmunisierten, knapp gefolgt von Mistelbach (72,51 Prozent), Eisenstadt-Umgebung (71,78 Prozent) und Mödling (71,34 Prozent). Bemerkenswert ist, dass in Niederösterreich die Impfbereitschaft im Weinviertel signifikant über anderen Landesteilen liegt. In Scheibbs liegt sie etwa nur bei 55,34 Prozent. In ganz Niederösterreich lag die Impfquote am Mittwoch (Stand 16.25 Uhr) bei 65,1 (Vollimmunisierungen).

Schlusslicht-Bezirk bei Impfungliegt in diesem Bundesland: 

Österreichweites Schlusslicht beim Impfen ist derzeit mit deutlichem Abstand der Bezirk Braunau in Oberösterreich, wo angesichts einer Impfquote von 50,58 Prozent und einer Sieben-Tages-Inzidenz von 613,2 (Stand: 26. Oktober) wieder Ausreisekontrollen in Kraft sind. Auch die Stadt Wels zählt in Oberösterreich mit 53,42 Prozent zu den Schlusslichtern. Oberösterreichweit liegt die Quote derzeit bei 57,3 Prozent.

Das Bundesland, wo die Impfgegner-Partei MFG (Menschen Freiheit Grundrechte) zuletzt den Einzug in den Landtag schaffte, belegt damit derzeit den letzten Platz in der Impfstatistik. Auch die Sieben-Tages-Inzidenz ist mit einem Wert von 390,3 in Oberösterreich am zweithöchsten.

Nur zwei Länder mit Inzidenz unter 200

In Salzburg, dem Bundesland mit der zweitniedrigsten Impfquote (58,6) liegt der Inzidenzwert der vergangenen sieben Tage sogar bei 429,5. Der österreichweit höchste Wert im Ländervergleich. Auch im ÖVP-regierten Salzburg gelten derzeit für drei Gemeinden im Bezirk Hallein Ausreisekontrollen. Auch Kärnten (58,9 Prozent Vollimmunisierte) kämpft aktuell mit der Pandemie. Denn die Sieben-Tages-Inzidenz entspricht dort einem Wert von 279,8 und damit über dem Österreich-Schnitt von 272,1. Die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz hat laut BMI weiter das Burgenland (159,8) vor Wien mit 184,0.

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