Impfung gratis, erforderliches Attest kostet aber 50 €

Momentan werden in Wien Risikopatienten geimpft. (Symbolbild)
Momentan werden in Wien Risikopatienten geimpft. (Symbolbild)GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Die Stadt Wien impft jetzt Risikopatienten. Wer sich piksen lassen will, muss aber ein Attest vorweisen – dieses kann bis zu 55 Euro kosten.

Aktuell schaltet die Stadt Wien laufend neue Impftermine für Hochrisiko- und Risikopatienten frei. Wer einen Termin ergattern will, muss schnell sein – die begehrten Spots sind stets schnell ausgebucht. Eine Wienerin bekam schriftlich die Information, sie habe Anspruch auf eine Impfung, weil sie in die Gruppe der Risikopatienten fällt. Die 32-Jährige ist vor kurzem Mutter geworden, ihre Ärzte ermutigten sie, die Chance unbedingt wahrzunehmen. 

Impfung ist gratis, Attest kostet aber

Die Sache hat allerdings einen Haken: Wer als Risikopatient zur Impfung geht, muss dies mit einem Attest belegen. Bereits im März kritisierte der Pensionistenverband, dass pensionierte Bürger für ihr Attest selber aufkommen müssen. Bis zu fünfzig Euro verlangen die meisten Ärzte für ein Attest, die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen. 

Die junge Wiener Mama möchte sich diese Zusatzkosten nicht leisten. "Ich bin in Karenz, mein Mann hat wegen Corona seinen Arbeitsplatz verloren", berichtet sie im Gespräch mit "Heute". Für viele Menschen ist besonders jetzt, in der Krisenzeit, jeder Cent wichtig. "Ich lasse mich nicht nur für mich selbst impfen, sondern für die Allgemeinheit. Ich finde es komisch, dass die Impfung von der Stadt Wien als gratis beworben wird, man dann aber die Zusatzkosten selber tragen muss", erzählt die 32-Jährige. 

SV-Schreiben als Alternative zum Attest

Eine Pressesprecherin der ÖGK informiert im Gespräch mit "Heute": "Die SV hat ein Schreiben ausgeschickt, um Wiener zu informieren, dass sie Anspruch auf eine Impfung haben. Wer ein solches Schreiben bekommen hat, braucht natürlich kein Attest, es reicht vollkommen aus den Brief bei der Impfung vorzuzeigen."

Eine gute Lösung, allerdings nicht für die 32-jährige Mutter, denn sie ist anderweitig versichert. 

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