Sport

In dieser Kloaken-Bucht finden die Segelbewerbe statt

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:20

Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Rio ist unter den Seglern wohl getrübt. Denn die Guanabara-Bucht, in der die Regatten ausgetragen werden, ist in miserablem Zustand. Verschmutzungen aller Art haben dem Gewässer zugesetzt. Die Sportler fürchten um ihre Gesundheit.

Die Vorfreude auf die ist unter den Seglern wohl getrübt. Denn die Guanabara-Bucht, in der die Regatten ausgetragen werden, ist in miserablem Zustand. Verschmutzungen aller Art haben dem Gewässer zugesetzt. Die Sportler fürchten um ihre Gesundheit. 

Mittlerweile trägt das olympische Segelrevier bereits den Namen "Kloake". Durch eine Raffinerie, und eine stillgelegte Mülldeponie ist das Wasser verdreckt, der Boden mit Schwermetall versetzt. Das Abwasser von zehn Millionen Menschen und 12.000 Industrieanlagen werden in die Segelbucht geleitet. 

In dieser Kloake sollen Sportler Höchstleistungen abrufen. Das bringt zahlreiche Olympioniken in Rage. Schließlich geht es auch um die Gesundheit der Segler, die im braunen Gewässer ihre Wettfahrten austragen. Doch auch sportlich ist die Verschmutzung problematisch. "Es schwimmt viel Müll und Dreck herum. Wenn wir aufpassen, dass wir keinen Müll oder Dreck am Ruder haben, wird es schon gehen", übt sich die deutsche Medaillenfavoritin Annika Lorenz im Zweckoptimismus. 

Der oberste Sprecher der Spiele, Mario Andrada, hat jedoch keine Bedenken. "Die Bucht stellt keine Gefahr für die Athleten dar. Sie können in Sicherheit ihrem Sport nachgehen", sagte der Sprecher zur AP. Andrada musste jedoch zugeben: "Wir hätten es besser machen können." Bei der Bewerbung der brasilianischen Metropole war angekündigt worden, 80 Prozent der Bucht zu reinigen. Nun spricht man von 60 Prozent. Für viele zu wenig. 

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