In Graz gestarteter Ballon erreichte Stratosphäre

Bild: Markus Friedl/Hephy

Der Stratosphärenballon war am Samstag anlässlich der Entdeckung der kosmischen Strahlung vor 100 Jahren durch den Österreicher Victor Hess vom Grazer Schloßberg gestartet- Er sollte eben diese nachweisen. Der Ballon scheiterte zunächst an der Wolkendecke, durchbrach diese aber doch noch und erreichte eine Höhe von etwa 21.000 Meter.

Gefrierende Nässe an der Hülle ließ den Heliumballon nicht durch die Wolkendecke stoßen; sobald er absank und steigende Außentemperatur das Eis abschmolz, stieg er wieder auf. "Nach dem Durchzug durch die Wolkenfront trocknete der Ballon ab und erreichte eine Scheitelhöhe von ca. 21.000 Meter. Nach einem fast siebenstündigen Flug landete er schließlich in der Tschechischen Republik westlich von Brünn", berichtete Thomas Bergauer vom Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Samstagabend.

Die an Bord befindlichen Instrumente und Kameras werden in den nächsten Tagen ausgewertet, sodass der Flug als Erfolg zu werten sei, so Bergauer: "Dass wir das trotz des schlechten Wetters geschafft haben, beeindruckte alle Beteiligten."

Ein zweiter Ballon mit einem Airsampler, der schon am Vortag in 20 bis 30 Kilometern Höhe die Luft analysieren hätte sollen, war nach dem Start am Observatorium Lustbühel am Grazer Stadtrand nicht recht vom Fleck gekommen: Er landete nach ein paar Kilometern auf einem Hochhaus.

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