Spiele-Test

In "Ground of Aces" wirst du zum Flughafen-Baumeister

Im Aufbauspiel "Ground of Aces" kannst du deinen eigenen Militärflugplatz aus dem Boden stampfen. An der Perfomance muss aber noch gearbeitet werden
10.07.2025, 19:53
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In "Ground of Aces" übernimmst du das Kommando eines abgelegenen Militärflugplatzes im Zweiten Weltkrieg. In dem Aufbauspiel von Publisher und Entwickler "Blindflug Studios AG" kannst du dein eigenes Flugfeld bauen, ikonische Flugzeuge verwalten lassen und musst dich zugleich noch um deine eigene Mannschaft kümmern.

Friede, Freude, Eierkuchen gibt es aber nicht. Denn die Basis ist alles andere als in einer geschützten Zone und muss auf Luftangriffe vorbereitet werden. Darüber hinaus kann der Spieler seine Piloten auch auf (gefährliche) Missionen schicken. "Heute" konnte das Game schon vor Release testen und weiß, was man sich erwarten kann.

Der Spieleinstieg

Gleich zu Beginn kann der Spieler zwischen zwei verschiedenen Stellplätzen auswählen – beide sind aber in England. Hier kann man frei entscheiden, ehe es losgeht.

Was am Anfang definitiv fehlt, ist ein einschneidendes Tutorial. Der Spieler findet sich mit wenig Hilfe in der neuen Welt wieder. Zwar gibt es am rechten Rand des Bildschirms Missionen, die einen dann auch durch das Menü führen, zu Beginn war aber unklar, woher ich die nötigen Ressourcen bekomme, welche Tasks ich als Erstes machen sollte und auch wann endlich so ein Flieger auf meinem Flughafen landet. Zwar gibt es immer, wenn man etwas neues Anklick ein kurzes Pop-Up-Window mit Erklärungen – durch die ersten Schritte wird man aber nicht geführt.

Der Beginn des Spiels ist also etwas schwierig. Woher bekomme ich Ressourcen, was baue ich wo und wie halte ich die Moral meiner Arbeiter hoch. Der Großteil muss selbst herausgefunden werden. Das kann den ersten Spielversuch auch schnell ins Chaos stürzen und man muss von vorn beginnen.

Neustart wirkt Wunder

Aber wie heißt es so schön: "Noch kein Flughafenbaumeister ist vom Himmel gefallen". Also wird ein neues Spiel gestartet und dieses Mal dann doch ein echter Landeplatz gebaut. Das fällt beim zweiten Mal dann auch schon um einiges leichter. Spieler können die gesamte Umgebung von ihren Arbeitern abbauen lassen, das Rollfeld vergrößern und natürlich den Stützpunkt nach den eigenen Vorstellungen aufbauen.

Das Userinterface ist benutzerfreundlich und mehr oder weniger schnell zu durchschauen – um das Lesen und Ausprobieren kommt der Spieler aber nicht herum. Ansonsten ist es recht einfach. Man kann etwas bauen oder abbauen lassen, um Materialien zu sammeln.

Pausen, Freizeit, Nachtruhe? – Sicher nicht

Die Belegschaft an sich ist aber alles andere als fleißig – Pausen, Freizeit sogar eine Nachtruhe wird eingelegt. Nach etwas Spielen ist mir aber zum Glück der Tagesplaner in der linken oberen Ecke aufgefallen: Genug getrödelt, jetzt wird gearbeitet. Das wirkt sich zwar auch dementsprechend auf die Moral der Crew aus, in der Anfangszeit kann das aber ganz nützlich sein, um die ersten Missionen zu bewältigen und schneller an ein Flugzeug zu kommen.

Apropos Moral, diese ist ein weiterer wichtiger Punkt im Spiel und sollte stets hochgehalten werden. Es ist also durchaus wichtig, sich um seine Crewmitglieder zu kümmern und sie unter mehr oder weniger akzeptablen Bedingungen arbeiten zu lassen. Darüber hinaus brauchen sie natürlich auch zumindest das notwendigste zum Leben – für Nahrung, Schlafplatz und einen Platz zum Erholen sollte also gesorgt sein.

Game gewinnt immense an Tiefe

Mit diesen einleitenden Schritten kann der Flugplatz dann auch schon wachsen. Missionen, die durch die landenden Flugzeuge freigeschaltet werden, bringen immer wieder frischen Wind in das Spielgeschehen und regen auch dazu an, den Landeplatz immer weiter zu skalieren.

Ist das schon alles? Nein, im weiteren Spielfortschritt gewinnt das Game immens an Tiefe. Von der richtigen Besetzung von Fliegern, über Angriffe der eignen Base und Transportladungen ist alles dabei. Langweilig wird einem also definitiv nicht, vor allem wenn man Fan von Aufbauspielen in dieser Zeitperiode ist.

Darüber hinaus befindet sich das Spiel noch im Early Acess. Eine Roadmap ist auf Steam verlinkt, die weitere Einblicke gibt, wie das Game in seiner finalen Version aussehen soll. Dort finden sich noch zahlreiche Erweiterungen, die kommen sollen – Spieler dürfen sich also auch in Zukunft über neue Inhalte freuen.

Performance braucht noch Arbeit

Grafisch kann zudem nichts ausgesetzt werde. Es ist nicht super realistisch, aber das muss es auch nicht sein. Die Umgebung kommt gut heraus, die verschiedenen platzierten Gegenstände ebenfalls. "Das Spiel wurde so gestaltet, dass es wie ein lebendiges Comic-Heft wirkt, wodurch der Stil dieser zeitlosen Kunst zum Leben erweckt wird. Von Bergèse bis Hergé – wir streben aus Liebe zu den Flugzeugen der alten Meister um jedes Detail", heißt es in der Beschreibung auf Steam.

Was aber auffällt, vor allem wenn man ein bisschen mit der Zeitsteuerung spielt, ist, dass das Game in der Performance etwas nachhängt. Trotz gutem Rechner und den erfüllten Voraussetzungen kam es immer wieder zu Lags und das Bild stockte. Manchmal teleportierten sich Mitglieder der Crew beim Arbeiten. Das stört etwas, weitere Probleme wie Crashes oder dass man nicht mehr weiterspielen konnte gab es aber nicht. Man muss aber auch erneut sagen, dass sich das Spiel noch im Early Acess befindet, Probleme können also auftreten.

Fazit

Fans der Aufbauspiel-Szene und Menschen, die sich gerne mit dieser Zeitperiode beschäftigen, können sicher viel Spaß mit dem Game haben. Anfangs ein etwas ruhigeres Spielgeschehen, das aber schnell in die Tiefe führt und einen für die richtigen Entscheidungen belohnt. Für die Zeit in der ich es getestet habe, trotz Start Schwierigkeiten, hat es Spaß gemacht die ersten Missionen zu erfüllen, eigene Häuser zu bauen und den Flugplatz zu skalieren.

Mindestanforderungen

  • Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus
  • Betriebssystem: Windows® 10
  • Prozessor: Quad Core Processor
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • Grafik: GeForce GTX 660, Radeon RX 460 or similar dedicated graphics card
  • DirectX: Version 11
  • Speicherplatz: 2 GB verfügbarer Speicherplatz

Empfohlen:

  • Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus
  • Betriebssystem: Windows® 10
  • Prozessor: Quad Core Processor
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Grafik: GeForce RTX 2070, Radeon RX 5700 or similar dedicated graphics card
  • DirectX: Version 11
  • Speicherplatz: 2 GB verfügbarer Speicherplatz

Über die einfach gehaltene Grafik und Welterstellung will ich nicht groß urteilen, das ist immerhin Geschmackssache – manche mögen es, andere bevorzugen etwas Realistischeres. Die Performance gehört aber noch nachgebessert, das hat mich im Test dann doch etwas gestört, ebenso, dass am Anfang nicht mehr erklärt wurde, bzw. ich etwas mehr in das Game hinein geführt worden bin. Nur zu lesen und Videos zu schauen macht nicht so viel Spaß – ein interaktives Tutorial hätte mir mehr gefallen.

{title && {title} } LL,red, {title && {title} } 10.07.2025, 19:53
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