Gasthermen-Trick

In letzter Sekunde - Bank vereitelt Betrug an Seniorin

Zwei Männer verlangten von einer 84-Jährigen 7.500 Euro für eine neue Gastherme. Dass es sich dabei um einen Betrug handelt, wusste sie nicht.

Lukas Leitner
In letzter Sekunde - Bank vereitelt Betrug an Seniorin
Zwei Serben wollten eine Wienerin dazu überreden, 6.000 Euro für einen vermeintlichen Gasthermentausch zu bezahlen.
Thomas Trutschel / dpa Picture Alliance / picturedesk.com

Am Samstag, dem 22. Juni sollen zwei serbische Männer (19 und 30 Jahre alt) an der Tür einer 84-jährigen Frau geklopft haben. Dabei sollen sie der Wienerin vorgemacht haben, dass ihre Gastherme überprüft werden muss. Folglich gewährte die Frau den beiden Serben Zutritt zur Wohnung.

Diese schauten sich tatsächlich die Therme an und gaben der Wienerin anschließend ein vernichtendes Gutachten. Die Männer teilten ihr nämlich mit, dass die Therme repariert werden müsse und dass dafür eine Anzahlung von satten 1.500 Euro benötigt werde. Die 89-Jährige vertraute dabei auf die Aussagen der vermeintlichen "Experten" und gemeinsam gingen sie zur Bank, wo sie den geforderten Betrag abhob.

6.000 Euro für neue Therme

Nach der "Anzahlung" verabschiedeten sich die Männer von ihr. Die Reparatur würden sie dabei in den kommenden Tagen vollziehen. Die meisten Betrugsmaschen würden hier enden, doch die Männer standen am Montag, dem 24. Juni tatsächlich erneut vor der Frau. Es scheint, als hätten sie Blut geleckt, denn dieses Mal erzählten sie der Wienerin, dass die Gastherme komplett getauscht werden muss – Kosten: 6.000 Euro.

Tipps der Wiener Polizei

• Verträge über umfangreiche Handwerksarbeiten sollten nie an der Haustür abgeschlossen werden
• Achten Sie besonders auf die Seriosität des anbietenden Unternehmens.
• Lassen Sie sich nicht auf mündliche Geschäfte ein. Seriöse Betriebe bieten schriftliche Kostenvoranschläge an.

Erneut gingen die drei also gemeinsam zur Bank – immerhin hat kaum jemand eine solche Summe bar zu Hause liegen, zum Glück der Frau. Denn bei einem Gespräch mit einem Angestellten erkannte dieser sofort, dass es sich hier um einen Betrug handelt.

Bank alarmierte Polizei

Die Polizei wurde umgehend alarmiert und konnte die Täter noch in der Filiale anhalten. Der 30-Jährige wurde aufgrund fremdenrechtliche Bestimmungen festgenommen und beide wurden für eine sofortige Vernehmung in eine Polizeiinspektion gebracht.

Dabei konnte festgestellt werden, dass die beiden Männer tatsächlich für eine Thermenservice Firma arbeiten. Diese Erkenntnis brachte aber den Verdacht der illegalen Beschäftigung mit sich und die Serben wurden diesbezüglich auch angezeigt. Eine weitere Anzeige gibt es noch gegen den 19-Jährigen, da er ohne gültige Lenkberechtigung ein Fahrzeug lenkte.

Der 19-Jährige zeigte sich bei der Vernehmung geständig. Sein 30-jähriger Komplize stritt hingegen jegliche Betrugsabsicht ab. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden beide hinsichtlich des Verdachts des Betruges auf freiem Fuß angezeigt.

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    Picturedesk; "Heute"-Collage

    Auf den Punkt gebracht

    • Zwei serbische Männer versuchten, einer 84-jährigen Frau in Wien 7.500 Euro für eine neue Gastherme zu stehlen, indem sie behaupteten, dass Reparaturen notwendig seien
    • Nachdem die Frau 1.500 Euro bezahlt hatte, wurden die Männer von der Bank aufgehalten und der Betrug wurde entlarvt
    • Die Täter wurden festgenommen und wegen Betrugs und illegaler Beschäftigung angezeigt
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