Investitionsboom

Infineon steckt 2,7 Milliarden Euro in KI-Halbleiter

Infineon erhöht Investitionen in Halbleiter für KI-Rechenzentren und setzt auf mehr Effizienz durch neue Fabrik und Zukauf im Sensorbereich.
Digital  Heute
04.02.2026, 21:47
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Wegen des Booms bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz legt der Halbleiterhersteller Infineon ordentlich nach. Wie Infineon am Mittwoch bekanntgegeben hat, will die Firma im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September rund 2,7 Milliarden Euro in diesen Bereich stecken – das sind um eine halbe Milliarde Euro mehr als ursprünglich geplant. Ein großer Brocken davon soll in den "schnelleren Hochlauf" der Halbleiterfabrik "Smart Power Fab" in Dresden fließen.

In der neuen Fabrik, die im Sommer aufsperren soll, werden Halbleiter produziert, die den enormen Energieverbrauch in KI-Rechenzentren effizienter machen sollen. Das funktioniert zum Beispiel, indem elektronische Lasten dynamisch angepasst werden. Damit will Infineon dazu beitragen, dass Rechenzentren weniger Strom brauchen und insgesamt sparsamer werden.

Die starke Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz gibt Infineon "kräftigen Rückenwind", wie Vorstandschef Jochen Hanebeck sagt. "Deshalb richten wir die Fertigungskapazitäten auf eine weiter steigende Nachfrage aus und ziehen Investitionen in diesem Bereich vor." Infineon rechnet in diesem Geschäftsfeld mit einem ordentlichen Umsatzplus: Im Jahr 2027 sollen hier rund 2,5 Milliarden Euro umgesetzt werden – heuer werden es etwa 1,5 Milliarden Euro sein.

Insgesamt erwartet der Konzern im aktuellen Geschäftsjahr einen "moderat" steigenden Umsatz. Im Geschäftsjahr 2025 hat das Unternehmen mit weltweit rund 57.000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 14,7 Milliarden Euro gemacht.

Bereits am Dienstag hat Infineon angekündigt, das Geschäft mit Sensoren für Autos und Industrie auszubauen. Dafür will Infineon das nicht-optische Sensorportfolio von AMS Osram um 570 Millionen Euro übernehmen. "Mit dem Zukauf erschließen wir uns neue Möglichkeiten - in etablierten Zielmärkten und in aufstrebenden Feldern wie der humanoiden Robotik", so Hanebeck. Sensoren können Bewegungen, Geräusche, Lichtwellen oder auch Herzschläge erfassen und in digitale Daten umwandeln.

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