Video löst Shitstorm aus

Influencerin malte Elefant rosa an – jetzt ist er tot

Eine Influencerin ließ in Indien einen Elefanten für Fotos pink anmalen. Monate später starb das Tier. Die Behörden ermitteln.
Nick Wolfinger
04.04.2026, 22:57
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Diese Bilder sorgen weltweit für Wirbel: Eine russische Influencerin ließ in der indischen Stadt Jaipur einen Elefanten für ein Instagram-Fotoshooting auffällig pink einfärben.

Videos zeigen, wie Farbe direkt auf die Haut des Tieres aufgetragen wird, während die Frau später auf dem Elefanten posiert. Die Aufnahmen gingen erst Monate später viral – und lösten eine Welle der Empörung aus.

Elefant mittlerweile tot

Der Elefant namens Chanchal starb rund drei Monate nach dem Shooting. Laut Besitzer sei das Tier bereits 65 Jahre alt gewesen und an Altersschwäche gestorben. Einen direkten Zusammenhang mit der Aktion gebe es demnach nicht. Dennoch schlagen Tierschützer Alarm. In sozialen Netzwerken hagelt es Kritik: Nutzer sprechen von Tierquälerei, andere nennen die Inszenierung "grausam" und "unethisch".

Influencerin rechtfertigt sich

Die Influencerin, die russische Fotografin Julia Buruleva, weist die Vorwürfe zurück. Sie betont, es sei ausschließlich "Gulal" verwendet worden – ein Farbpulver aus organischen Stoffen, das etwa bei Festen zum Einsatz kommt. Dieses sei nur kurz aufgetragen und "nach zehn Minuten" wieder abgewaschen worden.

Wie gefährlich ist die Farbe?

Grundsätzlich gelten natürliche Farbpulver wie Gulal als weniger problematisch als chemische Farben. Dennoch kann selbst organische Farbe für Elefanten riskant sein, wenn sie großflächig aufgetragen wird. Die empfindliche Haut kann gereizt werden, feine Partikel können in Augen oder Atemwege gelangen.

Wird das Tier vollständig eingerieben, kann das zusätzlich Stress verursachen – vor allem, wenn es nicht freiwillig mitmacht. Entscheidend ist also nicht nur die Farbe selbst, sondern auch der Umgang mit dem Tier.

Untersuchung eingeleitet

Mittlerweile ist auch die indische Forstbehörde eingeschaltet. Sie prüft, ob für die Aktion Genehmigungen vorlagen und ob gegen Tierschutzregeln verstoßen wurde.

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