Nun wird immer klarer, wie die furchtbare Tat in der Nacht auf Sonntag mutmaßlich ablief. Der Verdächtige drang in der Dunkelheit mit einer Waffe in den Park von Schloss Schönbrunn ein, dürfte sich hinter dem Neptunbrunnen am Tiroler Weg verschanzt haben. Dieser verläuft genau neben dem Zoo, man hat eine gute Sicht auf das Gehege der Antilopen, wie ein "Heute"-Lokalaugenschein ergab.
Zwischen Ästen und Sträuchern gibt es immer wieder Sichtfenster mit freier Schusslinie. Die Polizei bestätigte, dass von "außerhalb des Geheges" auf das Tier gefeuert wurde. In der eiskalten Nacht hörte niemand den Schuss, doch Videoaufnahmen aus dem Zoo werden überprüft.
Die Tierschutzorganisation PETA hat 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ausforschung des gefährlichen Tierquälers führen. Er müsse schnell gefunden werden, "bevor noch weitere Tiere oder Menschen zu Schaden kommen", so PETA-Referentin Yvonne Würz. Im Tierpark wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, auch in der Nacht sind nun mehr Securitys unterwegs
Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich telefonisch bei der Polizei zu melden – das ist auch anonym möglich. Der Tiergarten Schönbrunn hat umgehend die Nachtdienste aufgestockt und durch externe Security verstärkt sowie weitere Maßnahmen zur Prävention ähnlicher Vorgänge gesetzt.
"Die Sicherheit von Mensch und Tier ist unser höchstes Gut, dahingehend tun wir alles, um die höchste Sicherheit zu gewährleisten", hält dazu Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck fest. Die Fahndung läuft!