Sport

Innsbruck erkämpft Punkt gegen den Abstieg

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:45

Der FC Wacker Innsbruck hat im zweiten Frühjahrsspiel zum ersten Mal gepunktet. Das Fußball-Bundesliga-Schlusslicht holte mit einem 1:1 (1:1) gegen die SV Ried einen verdienten Punkt und rückte damit bis auf einen Zähler an den FC Admira Wacker Mödling heran. Die Niederösterreicher empfangen erst am Sonntag zum Abschluss der 23. Runde Rekordmeister SK Rapid.

Die Tiroler zeigten vor 3.612 Zuschauern eine ansprechende Leistung und gingen durch Stipe Vucur (7.) in Führung. Nachdem Innsbrucks Rade Djokic in Minute 29 eine harte Rote Karte gesehen hatte, schafften die Rieder durch Rene Gartler (39.) den Ausgleich. Mehr war aber trotz numerischer Überlegenheit nicht möglich, ganz im Gegenteil waren die Hausherren, die nach vier Niederlagen in Folge wieder einmal punkteten, gar dem Sieg näher. Die Rieder warten damit schon seit acht Auswärtsspielen auf einen vollen Erfolg.

Frühes Führungstor

"Wir wollen endlich wieder jubeln", hatte Wacker-Coach Michael Streiter vor der Partie die Marschroute vorgegeben. Und das war vor eigenem Publikum tatsächlich schnell der Fall. Die Innsbrucker zeigten sich eine Woche nach dem bitteren 2:3 zum Frühjahrsauftakt beim WAC alles andere als verunsichert, spielten mutig nach vorne, dominierten in der ersten halben Stunde das Geschehen und gingen auch mit einem Traumtor schnell in Führung. Der aufgerückte Vucur setzte einen Fallrückzieher von der Strafraumgrenze nach einem Ji-Parana-Freistoß ins lange Eck (7.).

Die mangelnde Chancenauswertung verhinderte in der Folge die Vorentscheidung. Bright Edomwonyi tauchte alleine vor Thomas Gebauer auf, der Ried-Goalie bewahrte seine Mannschaft mit einer Fußabwehr aber vor dem 0:2 (9.). Zudem ging ein Abschluss von Außenverteidiger Arnin Hamzic nach schöner Kombination knapp drüber (22.).

Ausschluss drehte das Spiel

Die Rieder wurden erstmals durch einen Vastic-Freistoß gefährlich (29.), besser ins Spiel kamen sie allerdings erst nach dem gleich darauffolgenden Ausschluss von Djokic. Innsbrucks neuer Abwehrchef sah für sein Einsteigen gegen Gerard Oliva von Schiedsrichter Dominik Ouschan eine harte Rote Karte. Streiter musste reagieren, brachte mit Marco Kofler für Daniel Schütz einen neuen Innenverteidiger. Die neu formierte Abwehr war dann nicht mehr so sattelfest und leistete sich auch einen großen Fehler. Eine Hereingabe von Thomas Hinum konnte nicht geklärt werden und Gartler hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz einzuköpfeln (38.).

Nach dem Seitenwechsel konnten die Rieder nicht wirklich aus ihrem personellen Vorteil Kapital schlagen, gefährlicher waren die Tiroler. Christopher Wernitznig war nicht kaltschnäuzig genug (56.), zudem scheiterte Edomwonyi wie schon in Hälfte eins bei einer Topchance an Gebauer (61.). Und auch der Schiedsrichter war nicht wirklich auf der Seite der Streiter-Elf. Der schon verwarnte Clemens Walch sah nach einem weiteren Foulspiel keine Ampelkarte (78.), zudem blieb ein umstrittener Zweikampf von Harald Pichler mit Lukas Hinterseer im Strafraum nicht geahndet (83.). Gleich darauf fehlte auch "Joker" Alexander Gründler im Abschluss die Effizienz (84.).

Die technischen Daten und die Stimmen zum Spiel finden Sie auf der nächsten Seite...
FC Wacker Innsbruck - SV Ried 1:1 (1:1)

Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 3.612, SR Ouschan

Torfolge: 1:0 ( 7.) Vucur; 1:1 (38.) Gartler

Innsbruck: Safar - Hamzic, Vucur, Djokic, Schilling - Ji-Parana, Milosevic - Schütz (31. Kofler), Hinterseer, Wernitznig (90. Hauser) - Edomwonyi (68. Gründler)

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer (88. Janeczek), Pichler, A. Schicker - Trauner, Kragl - Vastic (57. Walch), Gerard Oliva, Möschl (70. Sandro) - Gartler

Rote Karte: Djokic (29., Foul)

Gelbe Karten: Schütz, Schilling bzw. Gartler, Schicker, Walch, Kragl

Die Stimmen zum Spiel

Michael Streiter (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Man hat gesehen, dass die Niederlage beim WAC noch in den Köpfen war, aber ich muss der Mannschaft ein Riesenlob aussprechen für die Leistung. Es war sowohl ein gewonnener Punkt als auch zwei verlorene Punkte. Wir haben mit zehn Mann nichts zugelassen, die Mannschaft hat alles richtig gemacht, aber leider spielen die Schiedsrichter nicht mit und messen mit zweierlei Maß."

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Für uns waren das verlorene Punkte, wenn man so lange mit einem Mann mehr spielt. Wir haben in der zweiten Hälfte nichts zusammengebracht, auch deshalb, weil wir von den Außenbahnen zu wenig Druck gemacht haben und auch weil wir hinten zu langsam waren. Wir haben alles ohne Tempo gespielt, das hat ja ausgeschaut wie Pensionistenfußball."

APA/red

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