Das MacBook Neo hat den Markt für günstige Laptops aufgemischt. Apple bietet mit seinem Einsteiger-Notebook ein Aluminiumgehäuse und den A18-Pro-Chip zu einem niedrigen Preis. PC-Hersteller suchen daher nach Wegen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Mit dem neuen Wildcat Lake Core Series 3 hat Intel einen Chip entwickelt, der genau darauf abzielt. Der Prozessor ist für preisgünstige mobile Geräte konzipiert und soll bald in zahlreichen Budget-Notebooks verbaut werden.
Wie macwelt.de unter Berufung auf TweakTown berichtet, zeigen erste Benchmark-Ergebnisse: Der Intel Core 5 320 ist im Multi-Thread-Test von PassMark 21 Prozent schneller als Apples A18 Pro. Bei der Single-Thread-Leistung sind beide Chips im Wesentlichen gleichauf.
TweakTown bezeichnet die Leistung von Wildcat Lake im Vergleich zum MacBook Neo als "besonders beeindruckend". Doch der Autor des Originalberichts sieht das kritischer: Ein Unterschied von 21 Prozent bei Multi-Thread sei im praktischen Einsatz kaum wahrnehmbar.
Intel bietet mit dem Wildcat Lake sechs Kerne: zwei Performance- und vier Low-Power-Effizienzkerne. Die Thermal Design Power liegt bei 15 Watt, modern sind Thunderbolt 4, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 integriert.
Selbst wenn Intel beim Prozessor aufholt, hat das MacBook Neo weiterhin Vorteile. PC-Laptops in dieser Preisklasse bestehen oft aus Kunststoff, während Apple ein Aluminiumgehäuse verwendet.
Auch bei der Akkulaufzeit hat Apple die Nase vorn: Das MacBook Neo hält 16 Stunden durch - ein Wert, den viele Windows-Laptops mit ihrer bekannten Ineffizienz nicht erreichen.
Über 70 Notebook-Designs mit Wildcat Lake sind laut Intel geplant. Erste Modelle von Acer, Asus, HP, Lenovo und Samsung sollen zeitnah verfügbar sein.