Inter Mailand bezwang im Finale der Champions League in Madrid den FC Bayern München mit 2:0 und beendete damit eine 45 Jahre andauernde Durststrecke. Die ÖFB-Talente David Alaba (Bayern) und Marko Arnautovic (Inter) kamen nicht zum Einsatz.
Taktische Disziplin beherrschte die ersten Minuten der Partie. Torchancen waren bei diesem Rasenschach Mangelware. Eher überraschend ging deshalb Inter mit einer Blitzaktion in Führung (35.). Torwart Cesar schlug den Ball weit in die Hälfte der Bayern, wo sich Milito im Luftduell gegen Demichelis behauptete.
Sneijder bekam den Ball und servierte ihn wiederum Milito ideal in den Lauf, der ihn eiskalt über Bayern-Schlussmann Butt in die Maschen schlenzte. Kurz darauf (43.) hatte Inter nach einer weiteren Sneijder-Milito-Kombination die Vorentscheidung am Fuß. Aber Butt stand diesmal goldrichtig und verhinderte den 0:2-Rückstand.
München drückte auf den Ausgleich und wurde bestraft
Bayern startete druckvoll in die zweite Hälfte. Müller hatte bereits nach wenigen Sekunden die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Cesar rettete mit den Zehenspitzen. Im Gegenzug fand Pandev eine erstklassige Einschussmöglichkeit vor, Butt drehte das Leder aber noch über die Latte.
Die Münchner schienen durch den Gegentreffer wachgerüttelt worden zu sein. Mehrmals wurden die Reflexe von Cesar im Kasten der Mailänder geprüft. Inter verlagerte sich mehr und mehr auf Konter. Und einer dieser wenigen gefährlichen Vorstöße wurde belohnt.
Inter gewinnt nach Meisterschaft und Cup auch die Champions League
Etoo bediente Milito, der Van Buyten an der Strafraumgrenze austanzte und zum 2:0 einnetzte (70.). Bayern setzte daraufhin alles auf eine Karte, spielte mit drei Stürmern. Doch belohnt wurde das Risiko nicht. Inter gewann zum ersten Mal seit 1965 die europäische Königsklasse des Fußballs.
Übrigens: Jimmy Jump, der angekündigt hatte, während des Finales zu flitzen, war nicht zu sehen.