Inzidenz 45 – aber Rendi Wagner will drinnen weiter Maske

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner zu Gast in der ZIB2. Archivbild.
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner zu Gast in der ZIB2. Archivbild.Screenshot ORF
SP-Chefin Rendi-Wagner sprach sich in der ZiB 2 für Lockerungen aus, brachte einen skurrilen Schweinsbraten-Vergleich – und nannte ihre Schmerzgrenze.

Am Mittwoch war SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner zu Gast bei Martin Thür in der ZIB2. Im Interview sprach die studierte Medizinerin über die Corona-Lockerungen, die in den kommenden Wochen ins Haus stehen dürften. 

Seit Montag liegt die 7-Tage-Inzidenz bei unter 50, ein Grund sich zu freuen. Laut Rendi-Wagner biete sich nun eine Chance, "die wir nicht leichtfertig verspielen" sollten. So spricht sich die Politikerin zwar für Lockerungen aus, diese sollten aber dennoch vorsichtig vonstatten gehen. Denn: Zwar schütze die Impfung vor der Krankheit, aber nicht notwendigerweise vor einer Übertragung. Auch neue Mutationen nannte Rendi-Wagner als möglichen Risikofaktor der Zukunft. 

Maske soll bleiben

Lockerungen seien möglich, es sollten aber nicht alle Regeln von einem Tag auf den anderen über Bord geworfen werden. Was aber jedenfalls wegfallen könne, sei eine Maskenpflicht im Freien. In Innenbereichen solle die Pflicht weiter Bestand haben, allerdings könnte der Mund-Nasen-Schutz wieder ein Comeback feiern. Was die Forderung einer späteren Sperrstunde, nicht zuletzt der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hatte eine solche gefordert, kann sich die Ärztin den Fortbestand des öffentlichen Lebens bis Mitternacht vorstellen. 

Apropos Hans Peter Doskozil. Auf die Frage, ob sie sich bei Burgenlands Landeschef bereits entschuldigt habe, weil dieser mit seinen Öffnungen einen vertretbaren Weg gegangen ist, wich Rendi-Wagner aus. Sie habe damals lediglich eine Frage nach der Risikoabschätzung beantwortet. Dieses sei zum Zeitpunkt der angekündigten Öffnungen "real" gewesen. Das Burgenland habe zu diesem Zeitpunkt die höchste Intensivbelastung des ganzen Landes gehabt. Wären die Zahlen angestiegen, hätte es "keinen Puffer gegeben", führte Rendi-Wagner aus. Dann warf sie einen skurrilen Schweinsbraten-Vergleich ein – als Ärztin müsste sie diesen übergewichtigen rauchenden Risikopatienten ebenfalls versagen.

Was ihr selbst auf den Magen schlagen würde? Erstmals nannte Rendi-Wagner auch die Latte, die sie sich bei ihrer Wiederwahl als SPÖ-Chefin gesteckt hat – magere 71,4 Prozent. Genau so viel Zustimmung erhielt sie im Vorjahr bei der von ihr initiierten Mitgliederbefragung. Bei einem Parteitag hatte nur ein einziges Mal ein SPÖ-Politiker ein schlechteres Ergebnis – der legendäre Bruno Kreisky, dieser allerdings in der Stichwahl.

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