Sport

IOC plant 6.250 Doping-Tests in London

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:30

Wie sauber werden die XXX. Sommerspiele sein? Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und Londons Organisatoren haben das größte Anti-Doping-Programm der Geschichte installiert. Die Rekordzahl von geplanten 6.250 Doping-Tests - inklusive Paralympics - nötigt Experte Werner Franke jedoch wenig Hochachtung ab.

Wie sauber werden die XXX. Sommerspiele sein? Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und Londons Organisatoren haben das größte Anti-Doping-Programm der Geschichte installiert. Die Rekordzahl von geplanten 6.250 Doping-Tests - inklusive Paralympics - nötigt Experte Werner Franke jedoch wenig Hochachtung ab.

"Zunächst mal ist es vor allen Dingen angesichts der Zahl, die da verkauft wird, albern", sagte der deutsche Molekularbiologe in einem Interview des Rundfunksenders Deutschlandradio Kultur. "Das soll die Leute beeindrucken."

Ein dopender Athlet würde nicht zu Olympischen Spielen fahren und eine positive Urin-Probe abliefern. "Aber hallo! So doof kann ja eigentlich kaum jemand sein. Es werden auch entsprechend wenige erwischt", sagte Franke.

IOC-Präsident Jacques Rogge bekräftigte am Samstag in London noch einmal seine Null-Toleranz-Politik. "Wir haben absolut die Idee und Absicht, den Kampf gegen Doping so hart wie möglich zu führen", erklärte der Belgier.

Dazu gehört auch die Aufnahme einer Regel in den neuen Welt-Anti-Doping-Code, der den Ausschluss eines Doping-Sünders von den nächsten Olympischen Spielen vorsieht. "Wir arbeiten daran, die Osaka-Regel durch eine ähnliche Regel mit einer anderen Formulierung zu ersetzen", sagte Rogge.

Der Internationale Sportsgerichtshof (CAS) hatte die Osaka-Regel 2011 gekippt. Der neue Paragraf im Kodex könnte erst am 1. Jänner 2015 in Kraft treten.

APA

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