Sport

IOC verbietet Ukraine Trauerflor bei Olympia

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:45

Nach der Eskalation der Gewalt in Kiew hat IOC-Präsident Thomas Bach den ukrainischen Olympia-Teilnehmern seine Anteilnahme bekundet. "Mein Beileid gilt denen, die geliebte Menschen bei diesen tragischen Ereignissen verloren haben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind beim ukrainischen Team, das eine schwere Zeit erlebt", ließ der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mitteilen. Trauerflor dürfen die ukrainischen Athleten aber wie letzte Woche die Norweger nicht tragen.

hat IOC-Präsident Thomas Bach den ukrainischen Olympia-Teilnehmern seine Anteilnahme bekundet. "Mein Beileid gilt denen, die geliebte Menschen bei diesen tragischen Ereignissen verloren haben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind beim ukrainischen Team, das eine schwere Zeit erlebt", ließ der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mitteilen. Trauerflor dürfen die ukrainischen Athleten aber wie letzte Woche die Norweger nicht tragen.

Das ukrainische Team ist mit 43 Athleten bei den Winterspielen in Sotschi vertreten. Bach lobte die ukrainischen Sportler dafür, dass sie ihr Land "weiter mit großer Würde" bei den Winterspielen in Sotschi vertreten. "Ihre Präsenz hier ist ein Beispiel dafür, dass Sport Brücken bauen und dabei helfen kann, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund in Frieden zusammenzubringen."

Das Tragen eines Trauerflors hatte das IOC der ukrainischen Mannschaft zuvor allerdings untersagt. Ein entsprechender Antrag des ukrainischen NOK-Chefs Sergej Bubka wurde mit Hinweis auf geltende Regeln vom IOC abgelehnt, teilte das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Ukraine mit. Bubka wollte mit dem Trauerflor das Mitgefühl der Sportler zum Ausdruck bringen.

"Wir sind schockiert"

Die in Sotschi vertretenen Athleten der Ex-Sowjetrepublik veröffentlichten nach der IOC-Absage eine Erklärung zur Lage in ihrer Heimat. "Wir sind schockiert von den Ereignissen in unserem Land. Das Schicksal unserer Familien, Freunde und Verwandten beunruhigt uns. Wir rufen alle Seiten zum friedlichen Dialog auf und unternehmen alles, damit die ukrainische Fahne über dem olympischen Podium weht und die Landeshymne zu Ehren unserer Siege ertönt", heißt es dort.

Norwegen für Trauerflor ermahnt

Das IOC hatte in der Vorwoche bereits Norwegens Langläuferinnen ermahnt, weil sie im Skiathlon einen Trauerflor getragen hatten. Anlass war der Tod des Bruders der Langläuferin Astrid Jacobsen. Das IOC verbot außerdem Aufkleber, in denen an den Tod der vor zwei Jahren verunglückten kanadischen Ski-Freestylerin Sarah Burke erinnert wird.

Norwegens Spitzenfunktionäre hatten ebenfalls mit Unverständnis auf die "Erinnerung" des IOC reagiert, die Regeln zu achten. Dies sei menschlich nicht nachvollziehbar, sagte Inge Andersen, Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees. "Wir sind alle Menschen und halten dies in solch einer tragischen Situation für die angemessene Form."

Sogar der norwegische IOC-Spitzenfunktionär Gerhard Heiberg konnte den Unmut seiner Landsleute verstehen. "Als Mensch habe ich vollstes Verständnis dafür, was passiert ist", erklärte der IOC-Marketing-Chef. Er könne aber auch die Reaktion des IOC nachvollziehen, das für 204 Nationale Olympische Komitees verantwortlich sei.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen