37 Tage ohne Netz

Iran: Längste Internetsperre der Geschichte

Die Internetsperre im Iran hat einen traurigen Weltrekord gebrochen. Die Bevölkerung ist seit mehr als einem Monat fast vollständig offline.
Technik Heute
06.04.2026, 08:07
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Ein düsterer Rekord: Der Iran verzeichnet nun die längste landesweite Internetsperre, die jemals in einem Land dokumentiert wurde. Am 37. Tag in Folge sind die Iraner vom globalen Netz abgeschnitten.

Die Organisation Netblocks, die weltweit Internetzugänge überwacht, bestätigte am Sonntag auf der Plattform X, dass die Sperre alle anderen vergleichbaren Vorfälle an Schwere übertreffe. Die landesweite Konnektivität liegt demnach bei nur rund einem Prozent des normalen Niveaus.

Laut heise.de verhängte das regierende Mullah-Regime die Sperre am 28. Februar im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf das Land. Der Online-Handel steht seither nahezu vollständig still, Hunderttausende Unternehmen sind betroffen.

Sudan hielt den traurigen Rekord

Den bisherigen Negativrekord hielt der Sudan. Vom 3. Juni bis 9. Juli 2019 war dort der Internetzugang 36 volle Tage gesperrt. Hintergrund war damals ein brutaler Angriff des Militärs auf Demonstrierende in der Hauptstadt Khartum mit mindestens 100 Todesopfern.

Auch die iranische IT-Branche leidet massiv unter der Situation. Mit dem 37. Tag hat der Iran nun auch diesen internationalen Negativrekord übertroffen - ein Ende der Sperre ist nicht in Sicht.

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