Blockade gelockert

Iran lässt mehr Schiffe durch Straße von Hormus

Iran lockert die Blockade der Straße von Hormus und lässt mehr Schiffe passieren – ein Schritt mit Folgen für den internationalen Handel.
Newsdesk Heute
15.05.2026, 17:36
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Irans Revolutionsgarden lassen jetzt laut iranischem Staatsfernsehen mehr Schiffe durch die Straße von Hormus fahren. Die Meerenge war seit Kriegsbeginn von Teheran praktisch gesperrt. "In Abstimmung mit den Seestreitkräften des Korps der Islamischen Revolutionsgarden" (IRGC) könnten nun "mehr Schiffe" die Meerenge passieren, sagte ein Reporter des Staatsfernsehens am Freitag. Das zeige, dass "zahlreiche Länder die neuen rechtlichen Abläufe akzeptiert haben, die der Iran und die Seestreitkräfte des IRGC in dieser Region und in der Straße von Hormus eingeführt haben".

Am Donnerstag hatte das Staatsfernsehen berichtet, dass in den letzten 24 Stunden mehr als 30 Schiffen die Durchfahrt durch die strategisch und wirtschaftlich wichtige Meerenge erlaubt worden sei. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass "mehrere chinesische Schiffe" eine Genehmigung bekommen hätten.

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Irans Vizeparlamentspräsident Hamidresa Hadschibabaei sagte am 23. April, dass Teheran durch die Einführung einer Maut für die Passage der Straße von Hormus erste Einnahmen erzielt habe. Das Parlament in Teheran prüft derzeit Vorschläge, wie die Kontrolle über die Meerenge weiter gestärkt werden kann. Durch diese Wasserstraße wird normalerweise ein Fünftel des weltweit verbrauchten Erdöls und Erdgases transportiert.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist für den weltweiten Öl- und Gashandel extrem wichtig. Die iranische Blockade hat die Preise für Öl, Flüssiggas und Düngemittel auf der ganzen Welt steigen lassen. Die USA werfen dem Iran außerdem vor, Minen in der Meerenge verlegt zu haben.

Neben Irans Atomprogramm ist die Straße von Hormus ein zentraler Punkt bei den Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges. US-Präsident Donald Trump drängt auf eine Öffnung der Schifffahrtsstraße. Mit einer am 13. April gestarteten Blockade iranischer Häfen will Washington den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

Seit April gibt es eine Feuerpause, aber die Gespräche über ein Ende des Krieges haben bisher keinen Durchbruch gebracht. Trump gab der aktuellen Waffenruhe wegen wiederholter Gefechte in der Straße von Hormus zuletzt nur eine "Überlebenschance von einem Prozent".

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