Scharfe FIFA-Kritik

Iran stellt für WM-Teilnahme klare Forderungen

Seit Wochen wird über die Teilnahme des Iran an der Fußball-WM 2026 diskutiert. Nun stellte der Verband klare Bedingungen auf.
Sport Heute
02.05.2026, 09:36
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Eines ist klar: Der Iran hat sich sportlich für die WM-Endrunde in den USA, in Kanada und Mexiko qualifiziert. Doch hinter dem Antreten des iranischen Teams auf der ganz großen Fußballbühne steht ein Fragezeichen. Grund dafür ist der Konflikt im Nahen Osten zwischen dem Iran auf der einen Seite, sowie den USA und Israel auf der anderen Seite.

Am 15. Juni würde der Iran den ersten WM-Auftritt gegen Neuseeland absolvieren, weitere Gruppengegner sind Belgien und Ägypten. Nun stellte Irans Fußballverband eindeutige Forderungen für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft auf. So dürfe es keinerlei politische Kommentare gegen das Team oder den Verband geben, es müsse die offizielle Flagge der Islamischen Republik und nicht die Flagge der Opposition gehisst werden und Spielern, Betreuern und Funktionären müsse umfangreiche Sicherheit garantiert werden. "Das muss uns die FIFA zusichern, nur unter diesen Bedingungen werden wir teilnehmen", stellte Mehdi Tadsch gegenüber der Nachrichtenagentur "Tasnim" klar.

Trump: "Lassen wir sie spielen"

US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt positiv über die Teilnahme des Irans an der WM geäußert. "Lassen wir sie spielen", sagte er. Kurz zuvor stellte FIFA-Präsident Gianni Infantino im Rahmen des FIFA-Kongresses in Vancouver (Kanada) klar, dass der Iran an der WM teilnehmen werde.

Allerdings war eine iranische Delegation zuvor auf dem Weg zum Kongress wieder umgekehrt – freiwillig, wie Tadsch bekräftigte, nachdem die Delegation drei Stunden lang am Flughafen in Toronto befragt worden war. Infantino habe danach angeboten, Irans Abordnung mittels Privatjet nach Kanada einfliegen zu lassen, dies hätten Tadsch und die iranische Delegation allerdings abgelehnt.

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Deutliche Kritik an der FIFA

Stattdessen schoss der iranische Fußballverbandsboss deutlich gegen den Fußball-Weltverband. "Ich habe die FIFA noch nie so schwach erlebt", der Fußball-Weltverband würde nicht gegen "Beleidigungen und Erniedrigungen gegenüber dem Iran" vorgehen. Außerdem verlangte der 66-Jährige, dass sich die FIFA klar gegen die Einmischung der US-Regierung stelle. Der Iran habe sich schließlich qualifiziert und brauche "keine Erlaubnis", um am Fußballturnier teilzunehmen.

US-Außenminister Marco Rubio hatte zuletzt erklärt: "Das Problem mit dem Iran wären nicht die Sportler, es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen."

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