Die Testspiel-Bilanz des Iran sieht eigentlich ganz gut aus. Der WM-Starter fuhr einen 2:1-Sieg gegen Algerien ein, musste sich Tunesien nur knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Doch Teamchef Carlos Queiroz ist alles andere als angetan. Das Problem ist allerdings nicht das iranische Nationalteam, sondern die heimische Liga. "Das Niveau unserer Ligaspiele reicht für die WM nicht", so der Portugiese, der seit 2011 das iranische Team coacht.
Trainingslager statt Liga
Denn den Spielern, die im Iran engagiert sind, mangele es an physischer Stärke und Schnelligkeit. Der einzige Ausweg: "Qualitätstraining unter meiner Aufsicht", so der Nationaltrainer. Mit Spanien, Portugal und Marokko warten in Russland harte Brocken.
Die Forderung des 65-Jährigen also: ein sofortiger Stopp des iranischen Liga-Betriebs und ein Trainingslager der Teamspieler. "Es geht hier um alles oder nichts. Die Entscheidung müsste noch heute kommen, denn morgen könnte es schon zu spät sein", so der Portugiese. Nun sind das Sportministerium und der iranische Verband am Zug. (wem)