Gefährliche Szenen spielten sich am Montag in München ab! Eine Lufthansa-Maschine aus San Francisco verfehlte die Landebahn. Besonders brisant: Bei dem Airbus 380 handelt es sich um das größte Passagierflugzeug der Welt.
Es ist bereits der zweite Vorfall am Münchner Airport in nur kürzester Zeit. Erst am Samstag schoss eine Boeing 787 von Vietnam Airlines beim Abheben über die Startbahn hinaus – "Heute" berichtete ausführlich.
Wie schon bei dem Vorfall mit der Vietnam-Airlines-Maschine war der Schauplatz die Südbahn 26L. Demnach setzte der Lufthansa-Flieger, der bereits rund elf Stunden unterwegs war, zu früh auf. Dadurch kam es zu einer Beschädigung der Landebahnbefeuerung, bestätigte eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber RTL.
Schlussendlich konnte das größte Passagierflugzeug der Welt aber sicher in München landen. Alle 351 Passagiere hätten den Flieger nach dem Vorfall unverletzt verlassen. Warum genau die Maschine zu früh aufsetzte, ist unklar. Entsprechende Ermittlungen seitens der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) würden laufen.
Brenzliger war die Lage beim Vorfall mit der Boeing von Vietnam Airlines. Die Maschine bretterte über die Landebahn hinaus, wirbelte Staub auf und schaffte es gerade noch so rechtzeitig abzuheben. Man sei nur um Haaresbreite an der Katastrophe vorbeigeschrammt.
Wäre der Start misslungen, sei davon auszugehen, dass der mehr als 200 Tonnen schwere Jet "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einem Feuerball explodiert" wäre, sagte Luftfahrtexperte Partick Huber gegenüber "Heute".
Schlussendlich drehte die Maschine wieder um und landete erneut in München. Augenzeugen berichteten von starkem Rauch aus dem Fahrwerk bei der Landung. Auch die Feuerwehr rückte aus. Die Reifen am Hauptfahrwerk wurden völlig zerfetzt, auch der Rumpf wurde beschädigt.