Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko hat sich nach dem Migranten-Ansturm von vor über zwei Wochen noch immer nicht normalisiert. Aktuell sollen sich noch 7.000 bis 11.000 Migranten vor Ort befinden.
Wie bereits berichtet, sollen sich einige von ihnen am Strand "El Trampolín" niedergelassen haben. Laut Angaben der Lokalzeitung "El Pueblo de Ceuta" würden dort inzwischen über 80 Hütten stehen. Diese seien aus Planen, Brettern und Ästen gebaut. Duschen, Sanitäranlagen und sauberes Wasser seien jedoch begrenzt. Es droht die Ausbreitung von Krankheiten.
Davon scheinen sich die überwiegend jungen Männer aber nicht die Laune verderben zu lassen. Auf dem Strandabschnitt sollen sie nämlich Wrestling-Kämpfe organisieren. Aufnahmen zeigen, wie zwei junge Männer gegeneinander kämpfen, während sie von anderen Migranten, die um sie herumstehen angefeuert werden. Die Sieger der Kämpfe werden von der Menge bejubelt.
Weniger Grund zum Jubeln hat wohl der Bürgermeister von Ceuta, Juan Jesús Vivas. Er sprach von einer "absolut untragbaren und inakzeptablen" Lage. Ihm zufolge würden die Migranten zum Problem für die Sicherheit und das Zusammenleben in der spanischen Exklave werden.
Er forderte zuletzt eine Reaktion aus Madrid. Demnach soll ein geschlossenes Internierungs- und Abschiebezentrum für Ausländer entstehen, da das staatliche Aufnahmezentrum in Ceuta überfüllt sei. Des Weiteren verlangt der Bürgermeister mehr Polizisten und Ausländerbeamte, die Asyl- und Abschiebeverfahren schneller durchführen sollen. Zudem sollen die Soldaten, die aufgrund der Krise in Ceuta stationiert wurden, bleiben.