Bange Momente am Münchner Flughafen: Eine Boeing 787 von Vietnam Airlines sollte am Samstagnachmittag als Flug VN34 nach Hanoi starten. Doch schon beim Abheben sorgte die Maschine für Aufsehen. Sie fuhr ungewöhnlich weit über die Startbahn und wirbelte dabei heftig Staub auf.
Was genau passiert ist, ist noch unklar. Eine Sprecherin des Flughafens bestätigte technische Probleme. Planespotter Thomas, der unter dem Namen "MunichAviation" bekannt ist und den Vorfall filmte, schilderte die Situation gegenüber BILD dramatisch: "Das war sehr eng!"
Auch gegenüber dem Luftfahrt-Portal "Aerotelegraph" beschrieb der Beobachter den ungewöhnlichen Start. "Als sie in Höhe der Lufthansa-Wartungshallen immer noch nicht abhob, bin ich stutzig geworden, weil dann nicht mehr viel Piste kommt", erklärte er.
Schließlich schaffte es der Dreamliner doch noch in die Luft. Nach Einschätzung des Beobachters wurde es dabei knapp. "Glücklicherweise hat er im letzten Moment noch Höhe aufbauen können. Hinter der Bahn ist die Bundesstraße."
Nach dem Start soll ein Polizeihubschrauber die Piste aus der Luft kontrolliert haben. Auf "Flightradar" war anschließend zu sehen, dass die Boeing rund eineinhalb Stunden über Bayern kreiste, um Kerosin abzulassen.
Danach kehrte die Maschine nach München zurück. Augenzeugen berichteten von starkem Rauch aus dem Fahrwerk bei der Landung. Auch die Feuerwehr rückte aus.
Flughafen-Sprecherin Franziska Lyne erklärte gegenüber BILD: "Der Flug hat nach dem Start technische Probleme gemeldet und ist wieder nach München zurückgekehrt. Nach der Landung konnte das Flugzeug nicht selbstständig von der Bahn rollen und blockiert diese aktuell. Deshalb ist die nördliche Start- und Landebahn bis auf Weiteres geschlossen."
Der Flugverkehr wurde deshalb über die südliche Start- und Landebahn abgewickelt. Reisende wurden auf der Website des Flughafens über mögliche Verzögerungen informiert. Welche technischen Probleme die Boeing 787 zur Rückkehr zwangen, war zunächst nicht bekannt.