Irre und doch regulär: Sprungschanze hinauf laufen!

Bild: Red Bull Content Pool

Sportfans kennen die Paul-Außerleitner-Schanze vom Dreikönigsspringen, dem traditionellen Abschluss der Vierschanzen-Tournee im Winter. Doch seit 2015 ist die Naturschanze in Bischofshofen im Salzburger Pongau auch Austragungsort des Red Bull 400.

 

Rund 1.400 wagemutige Läufer aus 26 Nationen versuchen beim Red Bull 400 am 27. August, die 400 Meter vom Auslauf bis ganz hinauf zum Zitterbalken zu bewältigen - und das so schnell wie möglich. Eine Herausforderung, die vor den Augen des Publikums, das den Event bei freiem Eintritt besuchen kann, spektakulärer nicht sein könnte. 400 Meter, teils mit bis zu unglaublichen 72 Prozent Steigung.

 

1.400 Teilnehmer in vier Disziplinen

Wie schon 2015 war auch 2016 der Andrang auf die begehrten Startplätze enorm. Schon kurz nach Anmeldestart waren alle 1.400 Plätze ausgebucht. Die Läufer treten in mehreren Disziplinen an: Full Distance (Frauen und Männer), 4x100-Meter-Staffel (Männer) und Mixed-Staffel (mindestens zwei Frauen) sowie rund 60 Feuerwehren aus Österreich, Deutschland und Italien, die bei der Firefighter-Staffel mitmachen. 

2016 gibt es einen neuen Sieger

Der Mann, der diese 400 Meter über die volle Distanz in den vergangenen Jahren am besten und schnellsten bewältigte, ist Ahmet Arslan. Der 30-jährige Bergläufer aus Antalya in der Türkei ist seit einigen Jahren Seriensieger beim Red Bull 400: Seinem Vorjahressieg in Bischofshofen gingen mehrere Siege am bisherigen Veranstaltungsort am Kulm in der Steiermark voraus. Erst im Juli gewann Arslan auf der Hochfirstschanze im deutschen Titisee-Neustadt in 3:40.1 Minuten. Arslan wird heuer in Bischofshofen aber nicht an den Start gehen - den Sieg machen sich somit andere Läufer aus.

 

Als Favoriten über die volle Distanz gelten Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann (AUT), Treppenläufer Tomas Celko (SVK) und Simon Novak (SLO), wie Celko mehrfacher Red-Bull-400-Teilnehmer. Die heißesten Anwärter aufs Stockerl bei den Frauen sind Langstreckenläuferin und fünffache Berglauf-Weltmeisterin Andrea Mayr (AUT), Vorjahressiegerin Lenka Svabikova (CZE), Veronika Windisch (AUT/Dritte 2015) sowie Marlies Penker (AUT/Fünfte 2015).

"Die Teilnehmer hassen und lieben es"

"Die 400 Meter sind schon in der Leichtathletik die härteste Laufstrecke. Wir stellen diese 400 Meter einfach auf und laufen Skisprungschanzen hinauf. Das macht diese 400 Meter so besonders", sagt Veranstalter und Red-Bull-400-Mastermind Andreas Berger, selbst ehemaliger Leichtathlet und bis heute ÖLV-Rekordhalter über 100 Meter. Berger: "Die Teilnehmer hassen es, weil es so hart ist und sie lieben es, weil es so hart ist."

 

Red Bull 400 findet zwischen Mai und September in mittlerweile acht Ländern auf den spektakulärsten Schanzen der Welt statt. Neben jener in Bischofshofen sind dies unter anderem Harrachov, Planica, Whistler Mountain und Kuopio.

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