Der kanadische Umweltaktivist watete 24 Stunden lang durch den Schlamm an der Küste von Mombasa in Kenia. Sein Ziel: so viele Mangrovensetzlinge wie möglich in die Erde zu drücken. Das Ergebnis nach rund 27,9 Kilometern: 47.460 gepflanzte Mangroven.
Für Antoine Moses ist es nicht der erste Rekord dieser Art. Bereits 2021 hatte er in Kanada 23.060 Bäume in 24 Stunden gepflanzt und damit den damaligen Weltrekord für die meisten Bäume aufgestellt, die eine Einzelperson je an einem Tag gepflanzt hat.
Wie "Utopia" unter Berufung auf Guinness World Records berichtet, wird der neue Rekord als separater Eintrag gewertet - da das Einpflanzen von Mangroven in den weichen Schlamm schneller geht als bei gewöhnlichen Bäumen.
Pro Pflanzung brauchte Moses nur knapp zwei Sekunden.
Dieses Tempo über 24 Stunden durchzuhalten, sei dennoch eine der "körperlich und mental schwierigsten Herausforderungen meines Lebens" gewesen, erklärt Moses. Die Standorte wurden mit der kenianischen Forstbehörde abgestimmt.
"Ich habe im Vorfeld einige Wochen lang geübt und direkt von Experten vor Ort gelernt, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Restaurierungsmethoden und -verfahren anwenden", so Moses gegenüber Guinness World Records.
Alle gepflanzten Bäume werden über die Plattform Veritree langfristig überwacht. Das System erfasst Standort, Dichte und Überlebensrate der Setzlinge mithilfe von Satellitendaten und KI-gestützter Analyse.
Mangroven sind für Küstenregionen besonders wertvoll: Sie schützen vor Erosion, unterstützen Fischbestände und speichern erhebliche Mengen CO2. In Kenia stehen die Ökosysteme unter Druck - Entwaldung schreitet dort schneller voran als Aufforstung.