Sport

Islam-Gemeinschaft: Randale "inakzeptabel"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:06

Drei Tage nach der gewaltsamen Unterbrechung des Fußballspiels zwischen Frankreichs Erligisten OSC Lille und dem israelischen Klub Maccabi Haifa hat sich auch die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) von den Randalen distanziert. Mittlerweile gibt es 20 Anzeigen, am Samstag bestreitet Maccabi Haifa in Leogang erneut ein Testspiel.

Drei Tage nach der statt.

"Was die Jugendlichen gemacht haben, ist inakzeptabel, das lehnen wir ab. Wir distanzieren uns von solchen Aktionen und Menschen, die dem Frieden in Österreich schaden. Ich nenne sie Unruhestifter", sagte IGGiÖ-Präsident Fuat Sanac im Ö1-Morgenjournal am Samstag. Er habe daher an die Obleute aller Mitgliedsvereine E-Mails geschrieben: "Ich appelliere an alle, dass sie Ruhe bewahren und den Jugendlichen beibringen, das das falsch ist. Wir müssen die Linien richtig erkennen."

Darüber hinaus werde auch versucht, durch  soziale Medien wie Facebook  vor allem auch junge Menschen zu erreichen und ihnen klar zu machen, dass man Kritik an der Politik Israels sehr wohl äußern dürfe, aber Antisemitismus schon aufgrund der Religion verboten sei: "Eines ist der Krieg zwischen zwei Staaten, das andere ist Antisemitismus. Antisemitismus ist für uns Rassismus und damit für uns verboten."

"Sind manchmal machtlos, leider"

Obwohl die Islamische Glaubensgemeinschaft die staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft aller Anhänger des Islam in Österreich ist und damit die größte muslimische Vereinigung, sind auch ihre Durchgriffsmöglichkeiten begrenzt, so der Präsident gegenüber Ö1: "Wir tun unser Bestes. Aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Wir sind manchmal machtlos, leider."

Seit dem Besuch und den Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayip Erdogan , wird befürchtet, dass es auch in Österreich zu noch mehr antisemitischen Aktionen kommen könnte. Zu den Aussagen von Erdogan wollte sich der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft nicht äußern. Nur so viel: In seiner Glaubensgemeinschaft gebe es keinen, der Krieg wolle, und er setze weiter auf Gespräche und Vernunft, so Sanac.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen