Israel-Fahne auf Bundeskanzleramt gehisst

Israels Fahne auf dem Bundeskanzleramt.
Israels Fahne auf dem Bundeskanzleramt.BKA
Zwischen Israel und Palästina droht Krieg. Die österreichische Bundesregierung setzt deswegen ein klares Zeichen, auf welcher Seite man steht.

Die klare Positionierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz im Nahost-Konflikt ist kein Geheimnis. Mit Israels Präsident Benjamin Netanjahu pflegt man ein ausgesprochen gutes Verhältnis, für die künftige Impfstoff-Produktion ging man – gemeinsam mit Dänemark – eine medienwirksame Kooperation ein.

Seit einigen Tagen gibt es allerdings hitzige Diskussionen über die Eskalation der Gewalt im nahen Osten. Begonnen hat es mit der Räumung palästinensischer Siedlungen durch Israel, ausgerechnet im Fastenmonat Ramadan. Daraufhin kam es zu Zusammenstößen in Jerusalem zwischen betenden Muslimen und israelischen Sicherheitskräften. Bewaffnete Sicherheitskräfte drangen dabei sogar in das Innere einer Moschee ein, Fenster gingen zu Bruch.

Anschließend flogen Raketen der Terrororganisation Hamas aus dem Gazastreifen nach Israel, Israel wiederum feuerte zurück. Auf Seiten Palästinas gehen die Zahlen der Todesopfer auf die 100 zu, in Israel dürfte man noch einstellig sein. Experten sehen darin die heftigste Eskalation seit mindestens sieben Jahren.

Zeichen

Ein deutlich sichtbares Zeichen setzte nun Bundeskanzler Sebastian Kurz in der Bundeshauptstadt Wien. Auf dem Bundeskanzleramt und dem Außenministerium weht seit Freitag die Fahne Israels als Zeichen der Solidarität. 

"Ich verurteile die seit Tagen stattfindenden Angriffe auf Israel aus dem Gazastreifen auf das Schärfste. Israel hat das Recht auf Selbstverteidigung gegen diese Angriffe. Als Zeichen unserer vollen Solidarität mit den Frauen, Kindern und Männern, die in Israel täglich in Luftschutzbunkern Schutz suchen müssen, haben wir die israelische Fahne gehisst", so Kurz.

Außenminister Alexander Schallenberg erläutert: "Für die über tausend Raketen, die bislang von der Hamas und anderen Terrorgruppen aus Gaza auf Israel abgeschossen wurden, gibt es keine Rechtfertigung. Wir stehen unerschütterlich hinter Israels Sicherheit. Ich bin zutiefst schockiert über Berichte von Übergriffen auf jüdische und arabische Bürger in Israel. Derartige Gewaltausbrüche sind umgehend zu stoppen. Die Übergriffe sind durch nichts zu rechtfertigen. Österreich steht voll und ganz hinter Israel und als Zeichen dafür weht die Flagge Israels auf unserem Haus.“

Auch am Außenministerium weht die Israel-Fahne
Auch am Außenministerium weht die Israel-FahneBMEIA
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