Die israelischen Behörden haben zwei Aktivisten abgeschoben, die im Rahmen einer internationalen Hilfsaktion versucht hatten, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen.
Der Spanier Saif Abu Keschek und der Brasilianer Thiago Ávila waren Teil der Gaza-Hilfsflotte, die von Barcelona aus in See gestochen war. Ihr Ziel: Hilfsgüter in die Krisenregion zu bringen.
Wie n-tv.de berichtet, wurden die beiden Männer bereits in internationalen Gewässern vor der griechischen Insel Kreta vom israelischen Militär aufgegriffen und nach Israel gebracht.
In einem Gefängnis in Aschkelon traten die Aktivisten in einen Hungerstreik. Sie sprachen von einer "rechtswidrigen Entführung" durch israelische Streitkräfte.
Die Vereinten Nationen hatten Israel aufgefordert, die beiden Männer "unverzüglich und bedingungslos" freizulassen. Israel warf den Aktivisten hingegen eine Provokation vor.
Die Gaza-Hilfsflotte wollte die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, durchbrechen. Ob weitere Aktivisten einen neuen Versuch wagen werden, blieb zunächst unklar.