"Illegal umzingelt"

Schwere Vorwürfe – Israel stoppt Hilfsflotte für Gaza

Israel stoppt Hilfsflotte für Gaza in internationalen Gewässern, Dutzende Aktivisten werden nach Griechenland gebracht.
Newsdesk Heute
01.05.2026, 13:22
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Israel hat rund 20 Boote einer Hilfsflotte für den Gazastreifen gestoppt und Dutzende Aktivisten nach Griechenland gebracht. Laut Berichten von AFP-Reportern sind am Freitag 175 pro-palästinensische Aktivisten auf der griechischen Insel Kreta an Land gegangen. Sie wurden von der griechischen Küstenwache begleitet und mit vier Bussen in eine Stadt gebracht. Bereits am Vortag hatten israelische Streitkräfte die Boote festgesetzt. Die Organisatoren der Aktion "Global Sumud Flotilla" sprechen sogar davon, dass 211 Aktivisten von Israel "gekidnappt" worden seien.

Die Aktivisten wurden in internationalen Gewässern vor Kreta gestoppt. Israels Außenminister Gideon Saar hat am Donnerstagabend über X angekündigt, dass die festgesetzten Aktivisten "in Abstimmung mit der griechischen Regierung" an einem griechischen Strand an Land gehen werden. Er bedankte sich bei Griechenland "für die Bereitschaft, die Teilnehmer der Flottille aufzunehmen".

Unter den festgesetzten Personen sind laut der Sprecherin der Hilfsflotte, Hélène Coron, elf französische Staatsbürger. Die Nationalität der anderen Aktivisten ist noch nicht bekannt.

Die Organisatoren der Flotte erklärten in der Nacht auf Donnerstag auf X: Israelische Marineschiffe hätten "die Hilfsflotte in internationalen Gewässern illegal umzingelt und mit Entführung und Gewalt gedroht". Die israelischen Einsatzkräfte hätten "Laser und halbautomatische Sturmgewehre" auf die Teilnehmer gerichtet und ihnen befohlen, "nach vorne in den Booten zu kommen und sich auf Hände und Knie zu begeben". Weiters heißt es: "Die Bootskommunikation wird gestört und ein SOS wurde abgesetzt."

Die ursprünglich mehr als 50 Boote der Hilfsflotte waren in den vergangenen Wochen von Marseille, Barcelona und Syrakus ausgelaufen, um Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen.

Schon Ende 2025 hatte eine Hilfsflotte versucht, in den Gazastreifen zu gelangen. Damals waren auch mehrere bekannte Persönlichkeiten an Bord, darunter die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Die Schiffe wurden von der israelischen Marine aufgebracht, die Besatzungsmitglieder festgenommen und danach ausgewiesen.

Im Oktober 2025 trat eine Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft, dennoch kommt es immer wieder zu Angriffen und Gewalt. Israel und die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas werfen einander laufend Verstöße gegen das Abkommen vor.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.05.2026, 13:22
Jetzt E-Paper lesen