Wegen Israels Teilnahme

ESC-Stimmung kippt: Mega-Stars fordern Boykott

Kurz vor dem Song Contest in Wien spitzt sich die politische Debatte zu: Mehr als 1.100 Musiker fordern in einem offenen Aufruf den Boykott.
Heute Entertainment
23.04.2026, 11:23
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Der ESC 2026 in Wien wird längst nicht mehr nur musikalisch diskutiert. Unter dem Titel "No Music For Genocide" wächst ein internationaler Protestbrief, der mittlerweile über 1.100 Unterzeichner zählt.

Darunter finden sich prominente Namen aus der Musikszene: Roger Waters, Peter Gabriel, die Band Massive Attack, Rapper Macklemore, das Kollektiv Mogwai, Of Monsters and Men oder die Rapgruppe Kneecap.

Auch bekannte Namen wie Brian Eno, Sigur Rós oder ESC-Gewinnerin Emmelie de Forest unterstützen den Aufruf.

Vorwurf: "Reinwaschung" durch den ESC

Die Initiative fordert den Ausschluss des israelischen Senders KAN vom Wettbewerb. Der ESC werde laut dem Schreiben genutzt, um politische Realität "zu verharmlosen oder zu normalisieren".

In der Argumentation ist sogar von einer "Reinwaschung" durch den Song Contest die Rede – ein Vorwurf, der den ESC als Bühne politischer Instrumentalisierung kritisiert.

Boykott trifft den Wettbewerb

Bereits jetzt haben mehrere Länder Konsequenzen gezogen: Die Sender aus den Niederlanden, Spanien, Irland, Slowenien und Island werden den Wettbewerb in Wien boykottieren. Damit schrumpft das Teilnehmerfeld auf 35 Länder – einer der größten Boykotte in der ESC-Geschichte.

Proteste auch auf der Straße angekündigt

Auch abseits der Musik wächst der Widerstand: Für den 16. Mai ist in Wien eine Großdemonstration gegen die Teilnahme Israels angekündigt. Parallel dazu soll ein Gegen-Event mit rund 1.000 Teilnehmenden stattfinden.

Auslöser der gesamten Debatte bleibt der Gaza-Krieg nach dem Hamas-Angriff auf Israel 2023 – ein Konflikt, der den ESC längst über die Bühne hinaus politisch aufgeladen hat.

Der Song Contest in Wien steht damit vor einer Ausgabe, die musikalisch zwar groß werden soll – politisch aber schon jetzt eine der umstrittensten in der Geschichte ist.

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