Die israelische Armee hat ihre Militäroffensive im Libanon massiv verstärkt. Bei Angriffen auf Ziele im Nachbarland kamen am Dienstag mindestens 31 Menschen ums Leben, wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte.
Unter den Todesopfern befinden sich auch vier Kinder und drei Frauen. Rund 40 weitere Personen wurden bei den Angriffen verletzt.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Montagabend eine Verstärkung der Militäroffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz angekündigt.
Am Dienstag begann die israelische Armee dann mit einer Bodenoffensive nördlich der sogenannten gelben Linie im Süden des Libanon. Diese Abgrenzung markiert eine Art Pufferzone, die etwa zehn Kilometer hinter der israelisch-libanesischen Grenze liegt.
Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hat ihrerseits in den vergangenen Tagen ihre Drohnenangriffe auf Israel ausgeweitet.
Die Schiitenmiliz lehnt einen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA geschlossenen Waffenstillstand ab, der Mitte April in Kraft trat und eigentlich immer noch gilt.