Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Täglich passieren hier riesige Mengen an Öl und Gas – Rohstoffe, von denen die Weltwirtschaft abhängt.
Eine Blockade dieser Meerenge würde die globale Energieversorgung massiv treffen. Doch ganz ohne Alternativen ist die Route nicht.
Wie NTV berichtet, existieren mehrere Möglichkeiten, die kritische Meerenge zu umgehen. Allerdings sind die Kapazitäten dieser Alternativrouten stark begrenzt.
Die wichtigsten Ausweichrouten führen über Pipelines. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen über Leitungen, die Öl direkt zu Häfen am Roten Meer oder am Golf von Oman transportieren können.
Besonders der Hafen Fujairah am Golf von Oman spielt dabei eine zentrale Rolle. Er liegt außerhalb der Straße von Hormus und kann als Alternative dienen.
Das Problem: Die bestehenden Pipelines können nur einen Bruchteil der üblichen Transportmengen bewältigen. Maximal rund 2,6 Millionen Barrel pro Tag lassen sich auf diesem Weg befördern.
Das ist deutlich weniger als die gewohnten Mengen, die normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert werden. Die Golfstaaten setzen daher auch auf Lkw-Transporte, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
Transitländer wie Syrien könnten von der Situation profitieren. Für die globalen Ölpreise und damit auch für Verbraucher in Österreich bleibt die Lage aber angespannt.