Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte sich laut Donald Trump eine Annäherung abzeichnen. Der US-Präsident erklärte am Samstag, Washington und Teheran seien einer Vereinbarung zur Beendigung des Krieges "deutlich näher" gekommen.
In einem Telefoninterview mit dem Sender CBS sprach Trump von Fortschritten in den laufenden Gesprächen. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass die Lage weiter angespannt bleibt. Für den Fall eines Scheiterns drohte er mit massiven Angriffen.
Weniger optimistisch zeigte sich Trump später im Gespräch mit dem Portal "Axios". Dort schätzte er die Chancen auf ein Abkommen lediglich auf "50 zu 50" ein.
Laut CBS enthält ein aktueller Verhandlungsvorschlag mehrere zentrale Punkte. Demnach soll unter anderem die Straße von Hormus wieder geöffnet werden. Außerdem gehe es um die Freigabe bestimmter iranischer Vermögenswerte im Ausland sowie um eine Verlängerung der Gespräche um weitere 30 Tage. Von welcher Seite die Vorschläge stammen, wurde nicht bekanntgegeben.
Auch aus Teheran kamen am Samstag Signale der Annäherung. Das iranische Außenministerium erklärte, ein 14 Punkte umfassender Rahmenplan für eine Einigung mit den USA stehe kurz vor dem Abschluss.
Zwischen beiden Seiten sei derzeit "ein Trend zur Annäherung" zu erkennen, sagte Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei. Auf Grundlage des Entwurfs sollen in den kommenden 30 bis 60 Tagen weitere Details ausgearbeitet werden. Ziel sei am Ende eine "abschließende Vereinbarung".
Zu den geplanten Punkten gehören laut Iran auch ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen sowie neue Regelungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus.
Das iranische Atomprogramm spielt in den aktuellen Gesprächen hingegen vorerst keine Rolle. Darüber soll laut Außenministerium erst später und in "getrennten Gesprächen" verhandelt werden.