Vonn ging vor über einer Woche in der Olympia-Abfahrt auf der Tofana an den Start. Das klare Ziel der 41-jährigen US-Amerikanerin: die Goldmedaille auf ihrer Lieblingsstrecke, auf der sie schon zwölf Weltcupsiege eingefahren hatte. Dazu kam es nicht. Vonn hängte mit der Hand beim Tor ein, stürzte und zog sich einen komplizierten Schienbeinbruch zu. Die US-Amerikanerin wurde erst ins Krankenhaus nach Cortina geflogen und dann weiter nach Treviso gebracht, wo sie bis zum vergangenen Wochenende viermal operiert wurde, mittlerweile in ihre Heimat, die USA, zurückreiste.
Die US-Amerikanerin lobte ausdrücklich die Behandlung im Krankenhaus, die vielen Kuscheltiere, die sie zugeschickt bekommen hatte, gingen an die Kinderstation im Krankenhaus.
Nun meldete sich der italienische Mediziner Matteo Bassetti in sozielan Netzwerken mit einer ungewöhnlichen Botschaft zu Wort. Der Spezialist für Infektionskrankheiten aus Genua forderte Vonn nämlich auf, dem US-Präsidenten Donald Trump von ihrer Behandlung in Italien zu erzählen.
"Ich wünsche Lindsey Vonn eine schnelle Genesung. Vonn schätzte das hervorragende italienische Gesundheitssystem, das sie während ihrer Operationen betreute", meinte der Mediziner. Und konnte sich dann einen Seitenhieb auf die USA nicht verkneifen. "In Italien, anders als in ihrem Heimatland, kümmert man sich um alle: egal, ob reich oder arm, ob berühmt oder unbekannt, Amerikaner oder Italiener", so der Arzt.
Der danach auch Vonn selbst aufforderte, das Gespräch mit dem US-Präsidenten zu suchen: "Falls Sie die Gelegenheit dazu haben, erklären Sie Trump und Kennedy Jr., was es bedeutet, sich um Kranke zu kümmern."
Vonn reiste mittlerweile in die USA zurück, wo zumindest noch eine weitere Operation stattfinden wird, wie die 41-Jährige selbst erklärt hatte. Dass die Star-Skiläuferin Trump trifft, ist aber ohnehin äußerst fragwürdig, hatte Vonn den Präsidenten doch selbst bereits mehrmals kritisiert.