Sport

Italien-Teamchef kritisiert vor WM-Auslosung Modus

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:28

Am Freitag ist der Blick aller Fußball-Fans auf die WM-Gruppenauslosung in Brasilien gerichtet (Ab 16:30 Uhr im "Heute.at"-Liveticker). Der Veranstalter hofft, dass es bei der Auslosung zu keiner Panne wie beim Confed Cup im Vorjahr kommt. Italiens Teamchef Cesare Prandelli kritisiert den Auslosungsmodus.

). Der Veranstalter hofft, dass es bei der Auslosung zu keiner Panne wie beim Confed Cup im Vorjahr kommt. Italiens Teamchef Cesare Prandelli kritisiert den Auslosungsmodus.

Am Freitag greifen Fußball-Legenden wie Zinedine Zidane und Lothar Matthäus in die Lostöpfe, um zu ermitteln, wer in welcher Gruppe landet. Eine peinliche Panne wie beim Confed-Cup darf diesmal nicht passieren. Damals griff Starkoch Alex Atala statt in Topf A in Topf B. In Topf A fehlte dadurch eine Kugel, in Topf B befand sich eine zuviel. FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke, der den Fehler erst später bemerkte, wurde dadurch völlig aus dem Konzept gebracht.

Ein weiteres Malheur sollte auch deswegen passieren, weil in Brasilien kurz vor dem WM sowieso viel im Argen liegt. Im Eröffnungsstadion in Sao Paulo gab es einen . Neben der Arena sind allerdings gleich mehrere Stadien im Verzug, auch Straßen und Flughäfen sind noch nicht fertig.

Prandelli kritisiert Auslosungsmodus

Italiens Fußball-Teamchef Cesare Prandelli kritisierte das Auslosungsverfahren für die Gruppen der WM in Brasilien. "Alle haben verstanden, dass etwas im System nicht funktioniert und dass es nachgeprüft werden muss", sagte er der "Gazzetta dello Sport". Prandelli stört vor allem, dass die sieben im Oktober in der Weltrangliste bestplatzierten Teams und Brasilien als Gruppenköpfe gesetzt sind.

"Mir wurde gesagt, dass wir jetzt wieder Siebenter sind", schimpfte er. "Wir waren für zweieinhalb Jahre unter den ersten Sieben, aber es zählt der Oktober. Eine etwas lächerliche Sache." Italien war im Oktober in der Weltrangliste nach zwei Unentschieden zum Abschluss der WM-Qualifikation auf Platz acht abgerutscht, steht mittlerweile jedoch wieder auf Rang sieben. Dadurch ist die "Squadra Azzurra" bei der Auslosung am (heutigen) Freitagnachmittag mit anderen europäischen Teams nur in Topf vier und nicht als Gruppenkopf gesetzt.

Verlosung kostet acht Millionen Euro

Viele Brasilianer blicken dem Event skeptisch entgegen. Denn während die Veranstaltung im Vordergrund steht, könnte die vielerorts herrschende Armut in den Hintergrund geraten. Auch der Ort der Auslosung wurde mit dem künstlichen und "unbrasilianisch" wirkenden Urlaubsort Costa do Sauipe unglücklich gewählt, die protzige Los-Show kostet acht Millionen Euro.

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