Fernando Alonso ist ein Realist. Der Spanier lässt sich von seinem Sensationssieg in Malaysia nicht blenden. Ferrari ist noch lange nicht dort, wo das Formel-1-Team sein will - ein echter WM-Anwärter. Dafür ist das Auto unter normalen Bedingungen zu langsam, das weiß auch Alonso. "Dieser Sieg ändert gar nichts", betonte der Doppel-Weltmeister. In den kommenden drei Wochen bis zum Grand Prix von China müsse noch härter gearbeitet werden.
Fernando Alonso ist ein Realist. Der Spanier lässt sich von seinem nicht blenden. Ferrari ist noch lange nicht dort, wo das Formel-1-Team sein will - ein echter WM-Anwärter. Dafür ist das Auto unter normalen Bedingungen zu langsam, das weiß auch Alonso. "Dieser Sieg ändert gar nichts", betonte der Doppel-Weltmeister. In den kommenden drei Wochen bis zum Grand Prix von China müsse noch härter gearbeitet werden.
Euphorie löste höchstens Alonsos brillante Vorstellung im Regen von Sepang aus. "Ein genialer Sieg ... und auch noch WM-Leader", titelte die spanische Sportzeitung Marca in ihrer Online-Ausgabe. "Alonso präsentiert sich in Malaysia. Der Asturier spielt seine Stärken als Fahrer aus." Diese kommen bei chaotischen Bedingungen am besten zum Tragen. Auch im Vorjahr hatte Alonso in Silverstone seinen einzigen GP-Sieg auf teilweise nasser Strecke geholt.
"Er hat mit einem Kübel das Rennen gewonnen"
"Fernando ist einfach einer der besten Piloten, die es gibt", lobte Österreichs dreifacher Weltmeister Niki Lauda. "Er hat mit einem Kübel von Ferrari das Rennen gewonnen." Den "Kübel" unterstreicht die Leistung von Teamkollege Felipe Massa, der als 15. wieder einmal ohne Chance auf WM-Punkte war. Der Brasilianer droht am Ausnahmekönnen Alonsos zu zerbrechen. Sein Vertrag läuft mit Saisonende aus, .
Vorerst beschäftigt sich Ferrari aber mit der Gegenwart. "Es ist kein Geheimnis. Wir haben Probleme mit dem Auto, aber wir arbeiten daran", versicherte Alonso. Zwei bis drei Zehntel sollen in Maranello gefunden werden, die den F2012 wieder konkurrenzfähig machen würden. "Wir wissen, dass wir unter normalen Bedingungen noch kein siegfähiges Auto haben", gestand Teamchef Stefano Domenicali. "Aber Fernando ist unglaublich, er hat immer kühlen Kopf bewahrt."
"Das Wunder von Ferrari"
Langfristig werden die Ausnahmefähigkeiten Alonsos zu wenig sein, wenngleich die italienische Presse schon ein wenig neue Hoffnung schöpfte. "Sepang, das Wunder von Ferrari", schrieb die Gazzetta dello Sport. "Ein aufsehenerregender Sieg", ergänzte Tuttosport. Da kommt die Euphoriebremse des Superstars gerade recht. "Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen", betonte der 30-jährige Alonso. "Wir wollen regelmäßig um Pole Positions und Siege kämpfen." Bei allen Bedingungen, nicht nur im Regen.
Die Zeit drängt, stehen nach der dreiwöchigen Pause doch innerhalb einer Woche die Grand Prix von China und Bahrain auf dem Programm. Sollte der F2012 dann nicht bis zum Europa-Auftakt Mitte Mai in Barcelona endgültig konkurrenzfähig sein, droht Ferrari die WM-Chance trotz Alonsos aktueller Führung zu entgleiten. "Ziel war es, keine Punkte zu verlieren, das haben wir nicht getan", erinnerte Alonso. "Für China, Bahrain und Barcelona kommen einige neue Dinge. Das Team arbeitet sehr hart, wir vertrauen einander."
APA/red