Ivanschitz ist der Mann der Stunde

"Es hat wahnsinnig Spaß gemacht", schwärmt Neo-Mainzer Andreas Ivanschitz nach seinem ersten Einsatz in der deutschen Bundesliga. Trainer, Verein und Kritiker sind begeistert von dem 25-Jährigen. In einem Interview für die "Allgemeine Zeitung" spricht er über seinen ersten Einsatz und seine erlittene Verletzung.
Erstes Spiel der Mainzer in der Bundesliga nach dem Aufstieg, erstes Heimspiel und erster Punkt. Mittendrin der österreichische Ex-Nationalteamkapitän. Sein neuer Verein, FSV Mainz 05, erreicht überraschend bei seinem Bundesligaauftakt ein 2:2 gegen Bayer Leverkusen.

Kein Abtasten

Andreas Ivanschitz bereitet bei dem Unentschieden das 1:0 seiner Mannschaft vor. In der 5. Spielminute geht er auf der linken Seite an Schwaab vorbei und flankt präzise auf Hoogland. Der Kapitän überspringt läßt Leverkusen Torhüter Adler keine Chance und köpft ein. "Das sind die Spielzüge die wir im Training immer wieder üben", erzählt Ivanschitz erfreut über seinen tollen Einstand.

"Ich konnte mich noch in die Pause quälen"

Nach etwas mehr als der Hälfte der ersten Halbzeit bekommt Ivanschitz einen Schlag ans Knie, spielt aber weiter. "Ich habe Schmerzen am Innenband", erklärt er seine Auswechslung zur Pause. Ivanschitz zollt seinen Schmerzen Tribut und wird durch Bancé ersetzt.

Kritiker begeistert

"Jedem Einzelnen ist bewusst, dass wir immer beißen und bis zum Umfallen kämpfen müssen, wenn wir eine Chance haben wollen." Mit dem Ruf ein klassischer Spielmacher zu sein, kam der Burgenländer nach Deutschland. In seiner ersten Partie überzeugt er die Journalisten und Kritiker aber vor allem durch seine Laufarbeit und seinen Einsatz in der Defensive.

Viel Lob für den neuen Trainer

Neben Ivanschitz feierte auch Coach Thomas Tuchel ein gelungenes Debüt bei Mainz. Nach dem Ausscheiden im Pokal gegen den VfB Lübeck übernahm der 35-Jährige das Amt vom gefeuerten Norweger Jörn Andersen. Diese Entscheidung brachte zunächst etwas Unruhe in den Verein, aber der neue Coach konnte die Mannschaft gleich zu einer Einheit machen. "Er hat uns von der ersten Sekunde an viel Selbstvertrauen eingeimpft", schwärmt nicht nur Andreas Ivanschitz über Tuchel. Jupp Heynckes sagt zu dem Ergebnis: "Das war auch ein Verdienst von Thomas."

Nächster Gegner für die Mainzer ist Hannover 96. "Ich hoffe, dass ich bis nächsten Samstag wieder hergestellt bin und spielen kann", hofft Andreas Ivanschitz auf eine rasche Genesung.

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