Fußball-Österreich leidet mit Christoph Baumgartner mit! Der ÖFB-Superstar verletzte sich beim Aufwärmen für das Testspiel gegen Tunesien an der Muskulatur im rechten Oberschenkel. Die bittere Folge: eine längere Zwangspause und damit das Verpassen der Weltmeisterschaft.
"Ich kann es bis jetzt nicht glauben. Der große Traum, eine WM zu spielen, ist geplatzt. Das ist der schwerste Tag meiner Karriere. Es wird dauern, bis ich diese Niederlage verarbeitet habe", schrieb "Baumi" auf Instagram.
"Eine bittere Nachricht, er ist eine zentrale Persönlichkeit in der Mannschaft", klagte Teamchef Ralf Rangnick.
Doch was bedeutet das Baumgartner-Aus? "Heute" fragte bei Ex-Teamkapitän Andreas Ivanschitz, der die Weltmeisterschaft als ORF-Experte verfolgt, nach.
"Die WM komplett zu versäumen, ist extrem bitter. So eine Chance bekommt man nicht oft in einer Karriere", meint der 42-Jährige. "Baumgartner ist ein ganz wichtiger Spieler im Zentrum, der kreativ ist, der viel unterwegs ist, der sich seine Räume sucht, der Tore vorbereitet, Tore schießt, in die Box reingeht, unermüdlich ist. Er ist so ein bisschen das Herz der Mannschaft, war super in Form."
Ivanschitz hält es für richtig, Baumgartner aus dem WM-Kader zu streichen, nicht auf ein Wunder zu hoffen. "Bei einer Muskelverletzung brauchst du ein paar Wochen Zeit, aber dann ist das Turnier schon fast vorbei. Außerdem hast du keine Testspiele mehr, du kannst maximal als Joker kommen."
Wer Baumgartners Platz in der Startelf erbt, ist offen. "Es wird eine Mammutaufgabe, ihn zu ersetzen. Er ist mit seiner Kreativität Dreh- und Angelpunkt", sagt Ivanschitz. "Kalajdzic kennt die Zehner-Position vom LASK, Chukwuemeka und Wanner sind gegen Tunesien reingekommen und waren positive Elemente. Es bleibt Zeit und kann sich noch herauskristallisieren."