Bisher hat Christoph Baumgartner nie mehr als vier Spiele in Folge verpasst, der 26-jährige Leipzig-Star blieb in seiner so erfolgreichen Karriere bisher weitgehend von schweren Verletzungen verschont. Doch ausgerechnet vor der bisherigen Krönung seiner Karriere zog sich der Offensivmann eine Muskelverletzung am rechten Oberschenkel zu – beim Aufwärmen vor dem letzten Test gegen Tunesien (1:0). Bei einem ganz normalen Schuss.
Baumgartner war sofort in die Katakomben des Ernst-Happel-Stadions verschwunden, wurde im Spiel durch Michael Gregoritsch ersetzt. Am Dienstagvormittag folgte dann eine MRT-Untersuchung. Und die brachte die Verletzung ans Licht. Gleichbedeutend mit dem WM-Aus für den Niederösterreicher.
Ein Stich ins Herz für Baumgartner, wie der 26-Jährige nun bei Instagram zugab, sich erstmals selbst zu Wort meldete. "Leider ist für mich gestern der große Traum, eine WM zu spielen, geplatzt. Ich kann es bis jetzt nicht glauben", schrieb der Leipzig-Legionär in einem Posting. "Das ist für mich auf jeden Fall der schwerste Tag meiner Karriere, und es wird sicher etwas dauern, bis ich diese Niederlage verarbeitet habe", ergänzte der ÖFB-Schlüsselspieler, bedankte sich auch für die zahlreichen Genesungswünsche.
Er wolle "so schnell wie möglich" auf den Platz zurückkehren, dafür werde er auch alles tun – "wenn die erste Enttäuschung verflogen ist". Sein Ziel: Stärker zurückkommen als zuvor.
Gleichzeitig richtete sich Baumgartner an seine ÖFB-Teamkollegen: "Ich wünsche euch von Herzen alles Gute. Genießt es und zeigt, was für eine besondere Mannschaft wir sind!" Er werde "alles versuchen, um euch so gut wie möglich zu unterstützen." Und er werde "euer größter Fan" sein.