Eine unscheinbare Schildkröte hat in Dornbirn für einen echten Behörden-Marathon gesorgt. Seit fast drei Jahren wird geklärt, wo das streng geschützte Tier eigentlich hingehört.
Gefunden wurde die Europäische Sumpfschildkröte bereits im Mai 2023 nahe der Dornbirner Ach – abgegeben von einer unbekannten Person, wie der "ORF" berichtet. Doch dann begann die Bürokratie: Ist das Tier wild oder ausgesetzt? Woher stammt es überhaupt?
Erst aufwendige Untersuchungen brachten die Antwort: Die Schildkröte stammt genetisch aus einer Population rund um den Bodensee. Vermutlich wurde sie bei Hochwasser in die falsche Gegend gespült – ein Ort, der für die wärmeliebende Art völlig ungeeignet ist.
Weil das Tier streng geschützt ist, durfte es aber nicht einfach eingefangen werden. Die nötige Genehmigung kam – rückwirkend – erst jetzt.
Aktuell lebt die Schildkrötendame in der Inatura Dornbirn. Dort wird sie betreut, bis sie fit für die Reise ist.
Geplant ist nämlich ein Umzug nach Deutschland: In einer Zuchtstation soll sie künftig zur Erhaltung ihrer seltenen Art beitragen. Der Transport ist aber erst möglich, wenn sie ihre Winterruhe beendet hat.