Fisch ist in vielen Ländern seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Das Lebensmittel liefert hochwertiges Protein, B-Vitamine und vor allem die wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Besonders fettreiche Fische wie Lachs, Hering oder Makrele sind reich an diesen Nährstoffen.
Wer regelmäßig Fisch isst, kann sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Eine Metastudie aus dem Jahr 2023 zeigt: Zwei Portionen Fisch pro Woche können das Risiko um zehn Prozent reduzieren, eine tägliche Portion sogar um 30 Prozent.
Allerdings gibt es auch Schattenseiten, wie utopia.de berichtet. In Fischen reichern sich heute oft Mikroplastik und Schwermetalle an. Besonders Thunfisch ist für seinen hohen Quecksilbergehalt bekannt. Das Bundesamt für Risikobewertung empfiehlt Schwangeren und Stillenden, belastete Fischarten zu meiden.
Ein weiteres Problem sind Antibiotikarückstände – vor allem in Fischen aus Aquakulturen. Dort werden Antibiotika teilweise prophylaktisch eingesetzt, weil die Tiere auf engem Raum besonders infektanfällig sind. Bei einer Untersuchung im Jahr 2025 wiesen sechs von 96 Garnelenproben Rückstände auf, drei überschritten sogar die Grenzwerte.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche. Wer auf Fisch verzichten möchte, kann Omega-3-Fettsäuren alternativ über Mikroalgen aufnehmen. Dabei sollte man aber auf EU-zugelassene Produkte mit klarer Kennzeichnung achten.