Matcha ist überall: In Cafés, Drogerien und Supermärkten stapeln sich die grünen Produkte.
Von Iced Matcha Latte über Matcha-Eis bis hin zu Kosmetik – der Hype um den japanischen Grüntee scheint grenzenlos.
Die weltweite Nachfrage ist so stark gestiegen, dass Japan kaum noch hinterherkommt. Die Produktion stieg von 1.471 Tonnen im Jahr 2010 auf 4.176 Tonnen im Jahr 2023. Mehr dazu im Video:
Doch wie Utopia berichtet, sollte man trotz aller Beliebtheit vorsichtig sein. Denn das Trendgetränk birgt auch Risiken – vor allem bei regelmäßigem Konsum.
Das Besondere an Matcha: Man verzehrt das gesamte Teeblatt. Deshalb enthält er mehr wertvolle Stoffe als andere Grünteesorten. Darunter Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem enthält Matcha Koffein – teilweise so viel wie ein Espresso.
Anders als Kaffee wirkt das Koffein im Matcha jedoch langsamer und hält länger an. Das liegt an der Aminosäure Theanin, die die Wirkung verlangsamt.
Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht: Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte aufpassen. Grüner Tee kann zu Wechselwirkungen führen. Krebspatienten wird geraten, Matcha nur in Maßen zu trinken, da bestimmte Inhaltsstoffe die Wirkung von Therapien abschwächen könnten.
Für Kinder ist Matcha nicht geeignet. Auch Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Menschen sollten vorsichtig sein. Hinzu kommt: Matcha kann Schadstoffe wie Aluminium und Blei enthalten.
Die Empfehlung der Verbraucherzentralen: Maximal ein Gramm Matcha-Pulver pro Tasse, nicht häufiger als dreimal täglich. Außerdem sollte man regelmäßig die Marke wechseln, um eine einseitige Schadstoffbelastung zu vermeiden.
Wer auf Bio-Qualität achtet, kann die Aufnahme von Pestizidrückständen reduzieren. Und: Die beworbenen Heilversprechen sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt – also lieber kritisch bleiben.