Silvester bleibt bei uns eine Angelegenheit mit Traditionen – und mit ordentlichen Ausgaben. Laut der aktuellen Analyse des Instituts für Handel, Absatz und Marketing der Johannes Kepler Uni Linz greifen 49 % der Österreicherinnen und Österreicher (16–74 Jahre) um Mitternacht zum Sekt oder Champagner, 35 % schauen sich ein öffentliches Feuerwerk an, 25 % tanzen Walzer. Nur 13 % wollen selbst Raketen oder Böller zünden.
Im Fernsehen hat ebenfalls die Tradition das Sagen: 17 %, also fast jeder Fünfte, schauen fix die "Mundl"-Silvesterfolge, 16 % "Dinner for One". Ein knappes Viertel (23 %) zählt beim Countdown im Radio oder TV mit.
Auch zwischen den Feiertagen sind die Österreicher aktiv: 49 % besuchen Familie, 37 % gönnen sich Ruhe, 23 % gehen im Ausverkauf auf Schnäppchenjagd. 11 % zieht es auf die Skipiste. Und 4 % verkaufen ungeliebte Weihnachtsgeschenke gleich weiter.
Drei Viertel kaufen extra für Silvester ein – und das lässt die Kassen klingeln: Insgesamt rechnet der Handel mit 420 Millionen Euro Zusatzumsatz. Am beliebtesten sind Glücksbringer (49 %), Schaumwein wie Sekt, Champagner oder Prosecco (40 %) und besondere Lebensmittel (39 %).
Wein, Bier oder andere alkoholische Getränke stehen bei 30 % auf der Liste, 15 % greifen zu besonderen nicht-alkoholischen Getränken. Feuerwerkskörper besorgen 13 %, Dekoartikel 11 %.
Im Schnitt geben die Silvester-Shopper rund 80 Euro aus. Besonders großzügig sind die Wienerinnen und Wiener sowie die Kärntnerinnen und Kärntner mit jeweils rund 85 Euro.
Im Burgenland, in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg bleibt man mit durchschnittlich 75 Euro etwas unter dem Bundeswert. In Salzburg, der Steiermark und in Oberösterreich liegen die Ausgaben rund um Silvester im Schnitt.