Sport

Jesus brachte Erlösung bei Rekord-Elferschießen

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:02

Spanien setzte sich im Halbfinale des Confederations Cup in Brasilien mit 7:6 gegen Italien im Elfmeterschießen durch. Jesus Navas verwandelte den entscheidenden Penalty, nachdem bereits ein Weltrekord feststand.

durch. Jesus Navas verwandelte den entscheidenden Penalty, nachdem bereits ein Weltrekord feststand.

Noch nie bei einer Fußball-WM oder einem Confederations Cup waren Elferschützen so treffsicher. Nach torlosen 120 Minuten hatten die Kicker endlich ihr Visier scharf gestellt. Bis zu Leonardo Bonucci, dem 13. Elferschützen, hatten alle zwölf Spieler getroffen. Zwölf verwandelte Elfer in Folge - das gab es noch nie!

Der Italiener schoss am Tor vorbei und Jesus Navas erwies sich als Spaniens Messias. Er verwandelte sicher und beförderte sein Team in höhere Sphären. In der Nacht von Sonntag auf Montag (Ankick: 0 Uhr) kommt es zum himmlischen Duell mit Brasilien.

Erneut große Demo

Frieden auf Erden gab es auch an diesem Turniertag nicht. Im Austragungsort Fortaleza gingen 6000 Demonstranten wegen der hohen Ausgaben für die Fußball-WM auf die Straße. Die Polizei setzte wieder Tränengas ein.

Teamchef kritisiert Turnierformat

Kritik gibt es nicht nur von den Demonstranten, sondern auch von den Akteuren. Allerdings nicht wegen der sozialen Missstände, sondern wegen des Turniers an sich. "Das Format des Wettbewerbs sollte überdacht werden", meinte Italiens Teamchef Cesare Prandelli.

Angesichts der klimatischen Verhältnisse (beim Spiel gegen Spanien herrschten 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit) bräuchten die Spieler längere Regenerationsphasen. Spanien bestreitet am Sonntag sein fünftes Spiel in 15 Tagen, Brasilien hatte einen Ruhetag mehr.

"Es ist riskant, nach so kurzer Zeit wieder zu spielen", so Prandelli, der Verletzungen von Spielern befürchtet. Über die Leistung der "Squadra Azzurra": "Im Elferschießen kann alles passieren. Wir haben eine großartige Vorstellung abgeliefert und viele Torchancen erarbeitet. Spanien ist uns voraus, weil sie schon seit Jahren an ihrem Konzept arbeiten, während wir noch nach unserem Weg suchen."

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