Jetzt fix: Impfung auch für 12- bis 15-Jährige

 Die EMA berät über die Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca.
Die EMA berät über die Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca.Picturedesk
Das nationale Impfgremium hat am Freitag eine Empfehlung zur Anwendung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs bei 12- bis 15-Jährigen abgegeben.

Nur wenige Stunden nach der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat auch das Nationale Impfgremium Österreichs die Empfehlung abgegeben, auch 12- bis 15-Jährige mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin zu impfen. Diese Entscheidung hat sich bereits abgezeichnet, stellt aber trotzdem einen notwendigen Schritt dar.

Die EMA empfiehlt dabei das gleiche Intervall und die gleiche Anzahl an Dosen wie bei Erwachsenen. Umfangreiche Studien haben dabei eine mindestens genau so hohe Wirksamkeit bescheinigt. "Wir haben das Ziel, dass bis Ende August eine möglichst große Anzahl Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 16 geimpft sein soll", erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bereits am Vormittag.

Hoch effektiv

Das Nationale Impfgremium erklärt in einer Stellungnahme: "Die Studie für die Zulassung des Impfstoffes bei Kindern ab 12 Jahren hat gezeigt, dass die Verwendung von Comirnaty in der Prävention von symptomatischen, im Labor bestätigten COVID-19 bei Personen im Alter von 12-15 Jahren sicher und hoch effektiv ist.
Wie bei Erwachsenen können auch bei Personen dieser Altersgruppe nach einer COVID-19-Impfung erwartbare Impfreaktionen auftreten, die gewöhnlich nur wenige Tage anhalten. Die lokalen und systemischen Reaktionen waren ähnlich denen, die bei Personen über 16 Jahre beobachtet wurden."

"Der Impfstoff wird in dieser Altersgruppe in den USA und Kanada in den vergangenen Wochen schon mehr als 600.000 mal angewendet und es gibt bisher keine Hinweise auf Sicherheitsbedenken." Auch in Österreich durchlebt fast jedes eintausendste Kind einen schweren Corona-Verlauf.

Start noch im Juni?

Laut Karl Zwiauer vom Nationalen Impfgremium könne man mit der Impfung von Zwölf- bis 15-Jährigen  bereits Mitte bis Ende Juni starten. "Wenn wir 1,3 Millionen Kinder aussparen, hat das epidemiologische Effekte", so Zwiauer.

Aber ist das überhaupt nötig? Zwar leiden Jugendliche seltener unter der Infektion selbst, aber das Long-Covid-Syndrom ist ein Phänomen, das man auch im Jugendalter findet. Er selbst habe gerade erst eine Jugendliche getroffen, die dadurch aus ihrer Lebensbahn geworfen wurde, erzählte er am Donnerstag in der "ZIB 2". Das ständige Maskentragen und Testen sei auf Dauer auch belastend und müsse hier berücksichtigt werden.

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